Ein Sonnenbrand entsteht, wenn die Haut zu lange oder zu intensiv der Sonne ausgesetzt war. Die betroffenen Hautstellen sind gerötet, heiß, empfindlich und brennen. Bei stärkerem Sonnenbrand können Schmerzen, Schwellungen, Blasenbildung oder ein allgemeines Krankheitsgefühl hinzukommen.
Sonnenbrand ist nicht dasselbe wie ein Sonnenstich. Beim Sonnenbrand steht die Haut im Vordergrund. Beim Sonnenstich treten eher Beschwerden wie Kopfschmerzen, Übelkeit, Schwindel, Nackenschmerzen oder Benommenheit auf.
Was bei Sonnenbrand wichtig ist
Bei Sonnenbrand sollte die Haut sofort aus der Sonne geschützt werden. Kühle, feuchte Umschläge oder vorsichtiges Kühlen können die Beschwerden lindern. Die Kühlung sollte angenehm sein und nicht mit eiskaltem Wasser oder Eis erfolgen.
Die Haut braucht Ruhe. Weitere Sonne sollte gemieden werden, bis die Rötung und Empfindlichkeit abgeklungen sind. Ausreichend trinken ist sinnvoll, besonders wenn größere Hautflächen betroffen sind oder die Person sich zusätzlich erschöpft fühlt.
Wann ärztliche Hilfe erforderlich ist
Ärztliche Hilfe sollte eingeholt werden,
- wenn sich Blasen bilden,
- wenn größere Hautflächen betroffen sind,
- wenn starke Schmerzen, Fieber, Schüttelfrost oder Übelkeit auftreten,
- wenn Säuglinge, kleine Kinder, ältere Menschen oder geschwächte Personen betroffen sind,
- wenn die Haut stark anschwillt,
- wenn die Beschwerden sich deutlich verschlechtern,
- wenn Unsicherheit besteht, ob es sich um einen schweren Sonnenbrand oder einen Hitzeschaden handelt.
Bei Bewusstseinsstörungen, starker Benommenheit, Kreislaufproblemen oder Verdacht auf Hitzschlag sollte sofort der Notruf verständigt werden.
Homöopathische Arzneimittel bei Sonnenbrand
In der Homöopathie richtet sich die Mittelwahl nach dem genauen Beschwerdebild. Wichtig ist, ob die Haut vor allem gerötet, heiß, brennend, geschwollen, berührungsempfindlich oder bereits mit Blasenbildung reagiert.
Belladonna
Belladonna wird häufig beschrieben, wenn die Haut plötzlich heiß, rot und empfindlich ist. Die betroffenen Stellen können brennen und auf Berührung, Erschütterung oder Wärme empfindlich reagieren.
Apis mellifica
Apis mellifica wird häufig bei Schwellung, Brennen, Stechen und Hitzegefühl beschrieben. Die Haut kann gespannt wirken, berührungsempfindlich sein und sich durch Kühlung besser anfühlen.
Cantharis
Cantharis wird in der Homöopathie traditionell bei brennenden Schmerzen und Blasenbildung beschrieben. Es kann in Betracht kommen, wenn die Haut stark brennt, empfindlich ist und sich Bläschen bilden.
Causticum
Causticum wird häufig bei länger anhaltenden brennenden Beschwerden oder schlecht abheilenden Hautreizungen beschrieben. Es kann besonders dann erwähnt werden, wenn sich die Haut wund, empfindlich oder gereizt anfühlt.
Sonnenbrand oder Sonnenstich?
Sonnenbrand und Sonnenstich können nach starker Sonneneinwirkung gleichzeitig auftreten, sind aber unterschiedliche Beschwerden. Beim Sonnenbrand ist die Haut gerötet, heiß, brennend oder bildet Blasen. Beim Sonnenstich stehen eher Kopfschmerzen, Übelkeit, Schwindel, Nackenschmerzen oder Benommenheit im Vordergrund.
Weitere Informationen finden Sie auf der Seite Sonnenstich homöopathisch begleiten.
Wann fachlicher Rat wichtig ist
Die Wahl eines homöopathischen Arzneimittels richtet sich nach dem individuellen Beschwerdebild. Bei starken Beschwerden, anhaltender Übelkeit, Erbrechen, Schwindel, Kreislaufproblemen oder Beschwerden bei Kindern sollte fachlicher Rat eingeholt werden.
Homöopathie kann eine sorgfältige Beobachtung und notwendige medizinische Hilfe nicht ersetzen.
Wie sollten homöopathische Arzneimittel eingenommen werden?
Der Bundesverband Patienten für Homöopathie empfiehlt bei der Selbstbehandlung für alle homöopathischen Arzneimittel die Potenz C12. Zwei bis drei Globuli gelten als eine Gabe.
Bei Bedarf kann eine Gabe bis zu viermal täglich wiederholt werden. Zwischen den Gaben sollte jeweils abgewartet werden, wie sich die Beschwerden entwickeln.
Die Globuli lässt man im Mund zergehen. Etwa 15 Minuten vor und nach der Einnahme sollte möglichst nichts gegessen oder getrunken werden.
Bei starken, anhaltenden oder unklaren Beschwerden sowie bei Beschwerden von Kindern sollte fachlicher Rat eingeholt werden. Homöopathie kann eine sorgfältige Beobachtung und notwendige medizinische Hilfe nicht ersetzen.
Informationen zur Homöopathie
Im Bereich Anwendung finden Sie weitere Informationen zur Selbstbehandlung, zu homöopathischen Arzneimitteln sowie zu Beschwerden und Erkrankungen. Der Bereich Behandlung in der Praxis erklärt, wie eine professionelle homöopathische Behandlung abläuft.
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