Private Versicherungen

Bei einer privatärztlichen Behandlung bemessen sich die Kosten nach der amtlichen Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ), mit der die Abrechnung medizinischer Leistungen außerhalb der Gesetzlichen Krankenversicherung geregelt wird. In der GOÄ sind jeder Leistung Ziffern mit jeweiliger Bewertung (Honorar) zugeordnet. Entsprechend der individuellen Behandlungsumstände wird die Grundbewertung der einzelnen Ziffern gesteigert. Eine solche Steigerung ist nicht nur zulässig, sondern im Rahmen von Faktor 2,3 bis 3,5 üblich. In begründeten Fällen ist auch eine Steigerung über den 3,5-fachen Satz hinaus nicht ausgeschlossen.

Für die Homöopathie gelten die Ziffern 30 und 31. Die Ziffer 30 bewertet die mindestens einstündige homöopathische Erstanamnese inklusive Ausarbeitung des Falles:

  • der 2,3-fache Satz 120,65 Euro und
  • der 3,5-fache Satz 183,61 Euro.

Für die Berechnung der mindestens 30 Minuten dauernden Folgekonsultationen wird die Ziffer 31 herangezogen:

  • der 2,3-fache Satz 60,33 Euro und
  • der 3,5-fache Satz 91,81 Euro.

Neben den Ziffern 30 und 31 können im Rahmen der Behandlungen weitere Leistungen zusätzlich erforderlich sein und abgerechnet werden.

Im Rahmen der ärztlichen Aufklärungsverpflichtungen wird Sie die homöopathische Ärztin oder der homöopathische Arzt Ihrer Wahl vor der Behandlung über deren voraussichtliche Kosten informieren und mit Ihnen einen Behandlungsvertrag abschließen. Bei Unsicherheiten zögern Sie nicht, Ihre Ärztin oder Ihren Arzt anzusprechen!

Wenn Sie privat versichert sind, übernimmt Ihre Versicherung – je nach Tarif – die entstehenden Therapiekosten in aller Regel komplett.

Wenn Sie als gesetzlich krankenversicherter Patient eine Privatpraxis konsultieren, ist eine private Zusatzversicherung eine gute Option.