Repertorisation

Repertorisation

Die Suche nach der Ähnlichkeit:

Wenn nach der Anamnese, der Fallaufnahme, alle Symptome ausgewählt und gewichtet sind, wird in einem Symptomenlexikon, in dem die zugehörigen Arzneimittel aufgelistet sind, das Mittel herausgesucht, das in seinem Arzneimittelbild die größte Ähnlichkeit zu den Symptomen des Patienten aufweist. Diesen Arbeitsschritt nennt man Repertorisation, das Lexikon Repertorium. Es gibt verschiedene Hilfsmittel – gemäß der Zeit sind verschiedene Software-Programme auf dem Markt –, die diese Arbeit unterstützen. Der Zeitaufwand für die Mittelsuche kann eine Stunde und mehr dauern.

Materia medica:

Die wichtigsten Arzneimittel aus der Repertorisation werden in einem letzten Schritt mit den Arzneimittellehren – der sogenannten Materia medica – verglichen. Dies sind Verzeichnisse der Symptome und Indikationen der einzelnen Arzneien. Die Beschreibungen der Mittel in der Materia medica sind bei den großen Mitteln sehr ausführlich. Zum Beispiel nimmt Arnica, Bergwohlverleih, mehrere Seiten ein. Bei anderen Mitteln, etwa Lamium album, Weiße Taubnessel, kommt die Beschreibung mit wenigen Zeilen aus. Der direkte Vergleich der wichtigen in Frage kommenden Mittel mit dem vorliegenden Krankheitsfall führt zur Festlegung der ersten Mittelgabe.

Foto: Istockphoto

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