Prellungen entstehen häufig im Alltag oder beim Sport – etwa durch einen Sturz, einen Stoß oder einen Zusammenprall. Auch wenn keine offene Wunde sichtbar ist, können stumpfe Verletzungen sehr schmerzhaft sein. Typisch sind Schmerzen, Schwellungen, Blutergüsse und eine eingeschränkte Beweglichkeit der betroffenen Stelle.
Leichtere Prellungen lassen sich oft gut selbst versorgen. Wichtig ist aber, die Grenzen der Selbstbehandlung zu kennen. Bei starken Schmerzen, deutlicher Schwellung, Fehlstellung, Taubheitsgefühl, anhaltender Bewegungseinschränkung oder dem Verdacht auf eine ernstere Verletzung sollte ärztlicher Rat eingeholt werden.
Erste Hilfe bei Prellungen
Bei einer frischen Prellung ist Kühlen meist die wichtigste erste Maßnahme. Die betroffene Stelle sollte zeitnah gekühlt werden, jedoch nicht direkt mit Eis auf der Haut. Ein dünnes Tuch zwischen Haut und Kühlpack schützt vor Kälteschäden.
Bewährt hat sich, mehrmals für etwa 10 Minuten zu kühlen und dazwischen Pausen einzulegen. Außerdem kann es hilfreich sein, die betroffene Stelle zu schonen und – wenn möglich – hochzulagern.
Pflanzliche Unterstützung bei stumpfen Verletzungen
Bei Beinwell-Präparaten sollte auf geeignete Fertigpräparate geachtet werden. Hintergrund ist, dass bestimmte Inhaltsstoffe, sogenannte Pyrrolizidinalkaloide, gesundheitlich kritisch bewertet werden. Besonders bei Kindern, empfindlicher Haut oder längerer Anwendung ist Zurückhaltung sinnvoll.
Auch Präparate mit Rosskastanie werden bei stumpfen Verletzungen mit Schwellung traditionell verwendet. Sie kommen vor allem dann infrage, wenn Weichteilschwellungen oder Blutergüsse im Vordergrund stehen. Auch hier sind geprüfte Fertigpräparate Selbstzubereitungen vorzuziehen.
Homöopathische Arzneien bei Prellungen
In der Homöopathie werden bei Prellungen und stumpfen Verletzungen verschiedene Arzneien beschrieben. Welche Arznei infrage kommt, richtet sich nicht nur nach der Verletzung selbst, sondern auch nach den individuellen Beschwerden.
Häufig genannte Arzneimittel bei Prellungen und Verletzungsfolgen sind zum Beispiel Arnica, Ledum, Ruta oder Symphytum. Weitere Informationen finden Sie in unserem Beitrag zu Zerrung, Verstauchung und Verrenkung sowie im Arzneimittelbereich.
Wann ärztliche Hilfe wichtig ist
Ärztliche Abklärung ist besonders wichtig, wenn:
- starke oder zunehmende Schmerzen auftreten,
- eine deutliche Schwellung oder Fehlstellung sichtbar ist,
- die betroffene Stelle kaum belastet oder bewegt werden kann,
- Taubheitsgefühle oder Kribbeln auftreten,
- der Verdacht auf Knochenbruch, Bänderverletzung oder Verrenkung besteht,
- Beschwerden nach einigen Tagen nicht besser werden.
Prellungen sind meist harmlos, können aber sehr schmerzhaft sein. Eine sorgfältige Einschätzung hilft, ernstere Verletzungen nicht zu übersehen.
Im Beitrag 10 wichtige homöopathische Arzneimittel: für zu Hause und unterwegs! werden unter anderem homöopathische Arzneien beschrieben, die bei Prellungen und Verstauchen in Frage kommen.
Informationen zur Homöopathie
Im Bereich Anwendung finden Sie weitere Informationen zur Selbstbehandlung, zu homöopathischen Arzneimitteln sowie zu Beschwerden und Erkrankungen. Der Bereich Behandlung in der Praxis erklärt, wie eine professionelle homöopathische Behandlung abläuft.
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