Substanz

Die Arznei Symphytum officinale wird aus dem Beinwell hergestellt. Beinwell ist eine traditionelle Heilpflanze, die auch unter dem Namen „Knochenheil“ bekannt ist.

Einsatzbereich von Symphytum

Im homöopathischen Arzneimittelbild steht Symphytum vor allem für Beschwerden nach Verletzungen, bei denen Knochen, Knochenhaut oder tiefere Gewebeschichten betroffen sind. Traditionell wird das Mittel besonders mit Prellungen, stumpfen Verletzungen, Knochenverletzungen und Beschwerden nach Stößen oder Schlägen in Verbindung gebracht.

Wichtig: Bei Verdacht auf Knochenbruch, Verrenkung, starke Schwellung, Fehlstellung oder anhaltend starke Schmerzen muss immer ärztlich abgeklärt werden, ob eine ernstere Verletzung vorliegt. Symphytum kann eine notwendige medizinische Diagnose und Behandlung nicht ersetzen.

Typisch für Symphytum sind Schmerzen, die tief sitzen und sich wie wund, geprellt oder verletzt anfühlen. Auch Beschwerden nach Stoßverletzungen am Auge oder Schmerzen im Bereich der Knochenhaut werden im Arzneimittelbild beschrieben.

Leitsymptome von Symphytum

  • Beschwerden nach stumpfen Verletzungen, Stößen oder Schlägen
  • Tiefe, wundmachende oder geprellte Schmerzen
  • Schmerzen im Bereich von Knochen, Knochenhaut oder Gelenknähe
  • Beschwerden nach Prellungen mit starkem Druck- oder Wundheitsgefühl
  • Schmerzen nach Knochenverletzungen oder bei verzögerter Heilung nach Frakturen
  • Empfindlichkeit an der verletzten Stelle
  • Schmerzen, die bei Belastung oder Bewegung stärker wahrgenommen werden
  • Beschwerden nach Verletzungen des Auges durch stumpfe Einwirkung
  • Reizzustände im Bereich der Knochenhaut
  • Gefühl, als sei die betroffene Stelle noch nicht richtig verheilt

Modalitäten

Schlimmer:

  • Berührung oder Druck auf die verletzte Stelle
  • Bewegung oder Belastung
  • Stoß, Erschütterung oder erneute Beanspruchung
  • anhaltende Überlastung
  • Kälte wird teils als unangenehm empfunden

Besser:

  • Ruhe
  • Schonung
  • Entlastung der betroffenen Stelle
  • vorsichtige Lagerung
  • Wärme wird teilweise als angenehm empfunden

Wirkdauer

Mittel

Vergleichbare Mittel von Symphytum officinale

Arnica

  • Ähnlich: Arnica ist eines der bekanntesten homöopathischen Mittel bei Prellungen, Stoßverletzungen und dem Gefühl, wie zerschlagen zu sein.
  • Unterschied: Arnica steht stärker für frische Verletzungen, Blutergüsse und allgemeine Zerschlagenheit. Symphytum hat einen stärkeren Bezug zu Knochen, Knochenhaut und tief sitzenden Verletzungsfolgen.

Ruta graveolens

  • Ähnlich: Ruta wird traditionell bei Beschwerden an Sehnen, Bändern, Knochenhaut und nach Überlastung genannt.
  • Unterschied: Ruta passt eher zu Zerrungen, Sehnen- und Bandbeschwerden sowie Überlastung. Symphytum steht mehr für knöcherne Strukturen, Knochenhaut und Beschwerden nach stumpfer Krafteinwirkung.

Ledum

  • Ähnlich: Ledum wird bei Verletzungen, Stichen, Prellungen und Beschwerden nach punktförmiger Einwirkung beschrieben.
  • Unterschied: Ledum ist typischer bei Stichverletzungen, kalten betroffenen Stellen und Beschwerden, die durch Kälte besser werden. Symphytum ist eher bei tiefen Prellungen, Knochenbezug und Wundheitsgefühl angezeigt.

Rhus toxicodendron

  • Ähnlich: Rhus toxicodendron wird häufig bei Beschwerden des Bewegungsapparates, nach Überlastung und bei Steifigkeit genannt.
  • Unterschied: Rhus toxicodendron passt eher zu Beschwerden, die in Ruhe schlimmer sind und durch fortgesetzte Bewegung besser werden. Symphytum steht stärker für Verletzungsfolgen mit Knochen- oder Knochenhautbezug.

Calcium phosphoricum

  • Ähnlich: Calcium phosphoricum wird im Zusammenhang mit Knochen, Wachstum und Regeneration beschrieben.
  • Unterschied: Calcium phosphoricum ist weniger ein akutes Verletzungsmittel. Symphytum wird traditionell eher nach konkreten Verletzungen, Stößen, Prellungen oder Knochenverletzungen in Betracht gezogen.

Wie sollten homöopathische Arzneien (Globuli) eingenommen werden?

Der Bundesverband Patienten für Homöopathie (BPH) empfiehlt bei der Selbstbehandlung für alle homöopathischen Medikamente die Potenz C12.

2–3 Globuli sind eine Gabe. Bei Bedarf kann man die Gabe bis zu viermal am Tag wiederholen. Die Wirkung jeder Gabe muss abgewartet werden. Die Globuli im Mund zergehen lassen. 15 Minuten vor und 15 Minuten nach der Gabe möglichst nichts essen und trinken. Homöopathische Arzneimittel gibt es nur in Apotheken.


Informationen zur Homöopathie

Im Bereich Anwendung finden Sie weitere Informationen zur Selbstbehandlung, zu homöopathischen Arzneimitteln sowie zu Beschwerden und Erkrankungen. Der Bereich Behandlung in der Praxis erklärt, wie eine professionelle homöopathische Behandlung abläuft.

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