Sanguinaria canadensis, die kanadische Blutwurz, wird in der Homöopathie vor allem bei Beschwerden beschrieben, die sich deutlich auf der rechten Seite zeigen. Bei Kopfschmerzen steht häufig ein rechtsseitiger Schmerz im Vordergrund, der vom Hinterkopf oder Nacken nach vorne ziehen kann und sich bis zur Stirn, Schläfe oder zum rechten Auge ausbreitet.

Der Schmerz wird oft als heftig, pochend, drückend oder berstend beschrieben. Manche Betroffene empfinden den Kopf als heiß oder übervoll. Licht, Bewegung, Sonne oder Wärme können die Beschwerden verstärken. Übelkeit oder ein flaues Gefühl im Magen können dazukommen.

Für die homöopathische Mittelwahl ist nicht allein entscheidend, dass der Kopfschmerz rechtsseitig auftritt. Wichtig ist das gesamte Beschwerdebild: Schmerzrichtung, Auslöser, Begleitzeichen und das, was die Beschwerden bessert oder verschlechtert.

Typische Hinweise auf Sanguinaria

Sanguinaria wird in der homöopathischen Literatur besonders dann beschrieben, wenn Kopfschmerzen

  • vor allem rechtsseitig auftreten,
  • vom Hinterkopf oder Nacken nach vorne ziehen,
  • über der rechten Stirn, an der Schläfe oder hinter dem rechten Auge sitzen,
  • als pochend, drückend oder berstend erlebt werden,
  • sich durch Bewegung, Sonne, Wärme oder helles Licht verschlechtern,
  • mit Übelkeit oder einem empfindlichen Magen verbunden sein können.

Wann ärztliche Hilfe wichtig ist

Kopfschmerzen sollten ärztlich abgeklärt werden, wenn sie neu auftreten, ungewöhnlich stark sind, sich deutlich verändern oder immer wiederkehren. Sofortige medizinische Hilfe ist wichtig bei plötzlich einsetzenden extrem starken Kopfschmerzen, Bewusstseinsstörungen, Sehstörungen, Sprachstörungen, Lähmungserscheinungen, Krampfanfällen, Fieber mit Nackensteife oder Kopfschmerzen nach einer Kopfverletzung.

Homöopathische Mittel ersetzen in solchen Fällen keine ärztliche Untersuchung.

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Wie sollten homöopathische Arzneimittel eingenommen werden?

Der Bundesverband Patienten für Homöopathie empfiehlt bei der Selbstbehandlung für alle homöopathischen Arzneimittel die Potenz C12. Zwei bis drei Globuli gelten als eine Gabe.

Bei Bedarf kann eine Gabe bis zu viermal täglich wiederholt werden. Zwischen den Gaben sollte jeweils abgewartet werden, wie sich die Beschwerden entwickeln.

Die Globuli lässt man im Mund zergehen. Etwa 15 Minuten vor und nach der Einnahme sollte möglichst nichts gegessen oder getrunken werden.

Bei starken, anhaltenden oder unklaren Beschwerden sowie bei Beschwerden von Kindern sollte fachlicher Rat eingeholt werden. Homöopathie kann eine sorgfältige Beobachtung und notwendige medizinische Hilfe nicht ersetzen.


Informationen zur Homöopathie

Im Bereich Anwendung finden Sie weitere Informationen zur Selbstbehandlung, zu homöopathischen Arzneimitteln sowie zu Beschwerden und Erkrankungen. Der Bereich Behandlung in der Praxis erklärt, wie eine professionelle homöopathische Behandlung abläuft.

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