Augenbeschwerden können ganz unterschiedlich aussehen: Die Augen sind gerötet, brennen, jucken, tränen oder fühlen sich gereizt an. Manchmal steckt ein Gerstenkorn, eine Lidrandentzündung oder eine kleine Verletzung dahinter, manchmal reagieren die Augen auf Pollen, Staub, trockene Luft oder einen Fremdkörper.

Nicht jede Reizung ist gleich. Während ein leichter Juckreiz bei Heuschnupfen oft schnell wieder nachlässt, können starke Schmerzen, eine deutliche Schwellung, Sehstörungen oder ein Fremdkörper im Auge ärztlich abgeklärt werden müssen.

Auch ein Gerstenkorn zeigt sich häufig zunächst durch Druck, Rötung und ein unangenehmes Gefühl am Lidrand. Die homöopathische Begleitung richtet sich danach, welche Beschwerden im Vordergrund stehen.

Wenn die Augen gerötet sind, brennen oder sich gereizt anfühlen

Wenn Augenbeschwerden durch Staub im Auge ausgelöst werden, kann eine Augenspülung mit klarem Wasser helfen. Bei einfachen Entzündungen sind kühlende Umschläge angenehm; Reiben sollte vermieden werden. Ein Gerstenkorn wird durch warme Auflagen, zum Beispiel mit einem Kamilleteebeutel gelindert. Bei Verletzungen sollte das Auge geschlossen und ruhig gehalten werden, um weitere Schäden zu vermeiden.

Therapeutische Hilfe bei Augenbeschwerden ist erforderlich:

  • wenn nach einer Verletzung Sehstörungen oder eine Blutung auftreten oder der Schmerz nicht innerhalb etwa einer Stunde abklingt
  • wenn ein Fremdkörper ins Auge geraten ist und nicht durch eine einfache Spülung entfernt werden kann
  • wenn eine Entzündung zu eitriger Absonderung führt oder Sehstörungen und Schmerzen mehrere Stunden anhalten
  • wenn dieselben Beschwerden immer wieder auftreten.

Die wichtigsten Arzneimittel

Aconitum

Wichtigstes Mittel bei der akuten Bindehautentzündung durch Wind und Zugluft, oft einseitig, mit Rötung und Brennen, im ersten Stadium ohne Absonderung. Stimmung ängstlich.
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Argentum nitricum

Bindehautentzündung mit brennenden oder stechenden Schmerzen, starker Rötung und manchmal sogar kleinen Rissen in den Augenwinkeln. Stimmung ärgerlich-gereizt.
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Arnica

Bei fast jeder Verletzung als erstes Mittel nützlich; wiederholt geben, wenn ein Bluterguss auftritt und Berührungsempfindlichkeit und Schmerzen anhalten. Stimmung: zurückgezogen, weil „angeschlagen“.
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Arsenicum album

Allergische Bindehautreizungen mit Brennen und scharfer, wässriger Absonderung; die Lider reiben schmerzhaft, können auch geschwollen sein, so dass die Augen kaum geöffnet werden können. Oft tun warme Auflagen gut. Stimmung ängstlich-unruhig.
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Euphrasia

Alle Arten von Entzündungen am Auge, mit scharfem Tränenfluss und, im Gegensatz dazu, mildem Schnupfen; Verlangen zu blinzeln, schlimmer in frischer Luft und durch jedes Licht. Fremdkörpergefühl. Stimmung träge, schweigsam.
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Hepar sulfuris

Entzündungen der Bindehaut und der Talgdrüsen, die zur Eiterung neigen. Kälte wird meist nicht gut ertragen. Stimmung ärgerlich-gereizt.
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Ledum

Bei Prellung des Augapfels mit dumpfen Schmerzen und Schwierigkeiten, das Auge zu öffnen. Auch zur Nachbehandlung von Blutungen im Auge und den Augenlidern. Stimmung: verdrossen.

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Ruta

Nach Überanstrengung der Augen durch Lesen und feine Arbeiten, mit Brennen und Hitzegefühl, Tränenfluss, Zucken und Krämpfen der Lider. Stimmung unzufrieden.
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Sepia

Beschwerden durch Lesen, Kerzenlicht, kalten Wind. Die Lider sind schwer, besonders morgens schwer zu öffnen. Gerstenkörner mit Juckreiz und brennenden Schmerzen.
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Staphisagria

Entzündete Lidränder, morgens verklebte Augen, Neigung zu harten Gerstenkörnern, die kaum wehtun und nicht eitern. Stimmung: gefasst, braucht lange, um seinem Ärger Luft zu machen.
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Symphytum

Wichtiges Verletzungsmittel, nach einem stumpfen Schlag, wenn Arnica und Ledum keine Linderung gebracht haben, auch bei länger zurückliegenden Verletzungen.

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Wie sollten homöopathische Arzneimittel eingenommen werden?

Der Bundesverband Patienten für Homöopathie empfiehlt bei der Selbstbehandlung für alle homöopathischen Arzneimittel die Potenz C12. Zwei bis drei Globuli gelten als eine Gabe.

Bei Bedarf kann eine Gabe bis zu viermal täglich wiederholt werden. Zwischen den Gaben sollte jeweils abgewartet werden, wie sich die Beschwerden entwickeln.

Die Globuli lässt man im Mund zergehen. Etwa 15 Minuten vor und nach der Einnahme sollte möglichst nichts gegessen oder getrunken werden.

Bei starken, anhaltenden oder unklaren Beschwerden sowie bei Beschwerden von Kindern sollte fachlicher Rat eingeholt werden. Homöopathie kann eine sorgfältige Beobachtung und notwendige medizinische Hilfe nicht ersetzen.


Informationen zur Homöopathie

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