Spigelia anthelmia, das Wurmkraut, wird in der Homöopathie unter anderem bei Kopfschmerzen beschrieben, die stechend, bohrend oder neuralgisch wirken. Häufig wird ein Schmerz im Bereich der Stirn, der Schläfe oder rund um das Auge beschrieben. Manche Beschreibungen betonen das Gefühl, als sitze der Schmerz tief hinter dem Auge.
Die Beschwerden können sehr empfindlich auf Bewegung, Erschütterung, Berührung oder helles Licht reagieren. Auch das Auge selbst kann in das Beschwerdebild einbezogen sein, etwa mit Druckgefühl, Ziehen oder einer besonderen Empfindlichkeit im Bereich um das Auge.
Spigelia wird besonders dann in Betracht gezogen, wenn die Schmerzqualität auffällig ist: nicht nur dumpf oder drückend, sondern eher stechend, schneidend, bohrend oder wie entlang eines Nervs ziehend.
Typische Hinweise auf Spigelia
Spigelia wird in der homöopathischen Literatur besonders dann beschrieben, wenn Kopfschmerzen
- stechend, bohrend, schneidend oder neuralgisch wirken,
- im Bereich von Stirn, Schläfe oder Auge auftreten,
- sich tief hinter oder um das Auge herum anfühlen,
- durch Bewegung, Erschütterung, Berührung oder Licht verschlechtert werden,
- mit großer Empfindlichkeit im Kopf- oder Augenbereich verbunden sind.
Wann ärztliche Hilfe wichtig ist
Kopfschmerzen im Bereich des Auges sollten ärztlich abgeklärt werden, wenn sie neu, stark oder ungewöhnlich sind. Das gilt besonders bei Sehstörungen, Augenrötung, starkem Druckgefühl im Auge, Übelkeit, Erbrechen, neurologischen Auffälligkeiten oder plötzlich einsetzenden sehr starken Schmerzen.
Homöopathische Mittel ersetzen keine ärztliche Abklärung, wenn Warnzeichen auftreten oder unklar ist, woher die Beschwerden kommen.
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Wie sollten homöopathische Arzneimittel eingenommen werden?
Der Bundesverband Patienten für Homöopathie empfiehlt bei der Selbstbehandlung für alle homöopathischen Arzneimittel die Potenz C12. Zwei bis drei Globuli gelten als eine Gabe.
Bei Bedarf kann eine Gabe bis zu viermal täglich wiederholt werden. Zwischen den Gaben sollte jeweils abgewartet werden, wie sich die Beschwerden entwickeln.
Die Globuli lässt man im Mund zergehen. Etwa 15 Minuten vor und nach der Einnahme sollte möglichst nichts gegessen oder getrunken werden.
Bei starken, anhaltenden oder unklaren Beschwerden sowie bei Beschwerden von Kindern sollte fachlicher Rat eingeholt werden. Homöopathie kann eine sorgfältige Beobachtung und notwendige medizinische Hilfe nicht ersetzen.
Informationen zur Homöopathie
Im Bereich Anwendung finden Sie weitere Informationen zur Selbstbehandlung, zu homöopathischen Arzneimitteln sowie zu Beschwerden und Erkrankungen. Der Bereich Behandlung in der Praxis erklärt, wie eine professionelle homöopathische Behandlung abläuft.
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