Operationen homöopathisch begleiten

Operationen homöopathisch begleiten

Ob nun stationär oder ambulant, eine Operation ist immer ein einschneidendes Ereignis, das mit Ängsten, Wunden, Schmerzen und vielen weiteren unangenehmen Erlebnissen verbunden sein kann. Mit Hilfe der passenden homöopathischen Arznei können Operationen begleitet, Ängste gemildert und die Wundheilung unterstützt werden. Aber Achtung: Die Arznei wird nur dann ihren Sinn erfüllen, wenn sie zu den Symptomen passt wie der Schlüssel zum Schloss – also auch in der Selbstmedikation auf die Ähnlichkeitsregel achten.

Arnica unterstützt die Wundheilung

Arnica montana, der Bergwohlverleih, gilt als das Wundheilmittel schlechthin. Es wird bei stumpfen Gewebeverletzungen, insbesondere mit Schwellung und Bluterguss, aber auch bei Zerrungen, Verstauchungen, Frakturen, Quetschungen, Kopfverletzungen, Gehirnerschütterung und beim Verletzungsschock angewandt. Auch nach Operationen und zahnärztlichen Eingriffen, wenn es zu Nachblutung, Schwellung und Schmerzen kommt, ist es bewährt. Arnica ist in der Volksmedizin schon seit dem Mittelalter als Wundheilpflanze bekannt, daher stammen Beinamen wie Wundkraut, Fallkraut oder Stichkraut. Bei Verletzungen spielen generell pflanzliche Arzneimittel, insbesondere aber die Korbblütler eine große Rolle. Neben Arnica sind es zum Beispiel auch Bellis perennis, Calendula oder Chamomilla.

Angst vor einer Operation

Diffuse Ängste begleiten fast jeden Patienten in eine Operation. Ärzte können durch Aufklärung über die Operation bestimmt einige Sorgen ausräumen, doch wenn Ängste bestehen bleiben, können diese homöopathischen Arzneien helfen. Aconitum, der Blaue Eisenhut, hilft bei starker Angst mit Herzklopfen, Unruhe und Herzstichen, vor allem, wenn diese Symptome abends und nachts schlimmer werden. Gelsemium, der gelbe Jasmin, ist das Mittel bei großer Aufregung und zittriger Unruhe mit Herzklopfen – das Gefühl, als würde das Herz aussetzen. Der Puls ist flach und weich, die Atmung geht schnell und die Aufregung verursacht Durchfall. Ignatia, die Ignatiusbohne, hilft den Patienten, die aus Sorge vor einer Operation seufzen und stöhnen und keinen Trost wollen.

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Stephanskraut, Foto: Shutterstock

 Übelkeit nach Narkose

Bei vielen Patienten verursacht das Narkosemittel starke Nebenwirkungen, vor allem andauernde Übelkeit. Nux vomica, die Brechnuss, ist die Arznei, die hilft.

Gebrochene Knochen

Symphytum, Beinwell, unterstützt den Heilungsverlauf gebrochener Knochen. Staphisagria, das Stephanskraut, mindert den Schmerz nach einem Knochenbruch.

 Wie nehme ich homöopathische Arzneien?

Nach 15 Minuten sollte in akuten Fällen eine Besserung eintreten. Erst wenn sich nach anfänglicher Besserung kein weiterer Fortschritt zeigt, sollte das Mittel frühestens nach 15 Minuten wiederholt werden, beim dritten Mal frühestens nach 30 Minuten. Bei Bedarf bis zu viermal am Tag wiederholen. Die Wirkung jeder Gabe abwarten. Die Globuli im Mund zergehen lassen. 15 Minuten vor und 15 Minuten nach der Gabe nichts essen und trinken. Der Deutsche Zentralverein homöopathischer Ärzte (DZVhÄ) empfiehlt bei der Selbstbehandlung für alle homöopathischen Medikamente die Potenz C12. Eine Gabe sind 2-3 Globuli. Homöopathische Arzneimittel gibt es nur in Apotheken.

Die genannten homöopathischen Arzneien stellen nur eine kleine Auswahl möglicher Mittel da. In den Kategorien Arzneimittelbilder und Krankheitsbilder befindet sich eine große Übersicht von Arzneien und Krankheitsbildern.

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