Tabacum – Tabak

Substanz

Tabacum (nicotiana) gehört wie die Tollkirsche und Dulcamara zu den Nachtschattengewächsen. Zur Zubereitung der homöopathischen Arznei werden die getrockneten Blätter der Tabakpflanze verwendet; Hauptinhaltsstoff ist das Nikotin.

Einsatzbereiche

Im Mittelpunkt der Wirkung stehen das vegetative Nervensystem sowie insbesondere die Steuerung von Herz und Kreislauf mit Störungen im Sinne von Kollapszuständen. Außerdem wirkt Tabacum auch auf den Magen-Darm-Trakt, wo die Arznei bei Übelkeit und Krämpfen zum Einsatz kommt.

Leitsymptome

  • Schwindel drehend, mit kaltem Schweiß
  • Schwindel beim Öffnen der Augen
  • Kreislaufschwäche mit Leichenblässe und Sterbensübelkeit
  • Körper eiskalt, will sich aber trotzdem abdecken wegen des Gefühls der inneren Hitze
  • Herzklopfen mit Frostgefühl, Blässe und kaltem Schweiß
  • Wässrige Durchfälle und heftiges Erbrechen mit Elendigkeit und Kollapsneigung

Modalitäten

Schlimmer

  • Bewegung; passive Bewegung, zum Beispiel Auto- oder Busfahren
  • Warme Umgebung
  • Zigarettenrauch

Besser

  • Kühle, frische Luft
  • Abdecken / Kühlung

Wirkdauer

  • Kurz

Wie sollten homöopathische Arzneien (Globuli) eingenommen werden?

Der Deutsche Zentralverein homöopathischer Ärzte (DZVhÄ) empfiehlt bei der Selbstbehandlung für alle homöopathischen Medikamente die Potenz C12. 2-3 Globuli sind eine Gabe. Bei Bedarf kann man die Gabe bis zu viermal am Tag wiederholen. Die Wirkung jeder Gabe muss abgewartet werden. Die Globuli im Mund zergehen lassen. 15 Minuten vor und 15 Minuten nach der Gabe möglichst nichts essen und trinken. Homöopathische Arzneimittel gibt es nur in Apotheken.

Foto: Rainer Sturm / pixelio.de

Buch-Tipp

Die homöopathische Hausapotheke

Die homöopathische Hausapotheke – Die wichtigsten Arzneien für zu Hause und unterwegs

Gerhard Bleul, Patrick Kreisberger, Ulf Riker, DZVhÄ, Bonn, 3. Auflage 2011, 196 Seiten, 10 Euro.

Jetzt formlos bestellen unter info@dzvhae.de