Im Herbst braucht die Haut Unterstützung

Im Herbst braucht die Haut Unterstützung

Die Haut des Menschen unterliegt zahlreichen äußeren und inneren Einflüssen und kann in ganz verschiedener Art und Weise reagieren. Sie ist das vielseitigste Organ des Menschen und wird nicht umsonst als der Spiegel unserer Seele bezeichnet.

Die Haut zwischen Kälte und Heizungsluft

Wir zeigen Emotionen über die Haut, mal wird sie blass, mal rot. Wir bekommen Ausschläge oder Falten – sie sind ein Zeichen unserer Gesundheit. Die Haut muss gepflegt werden, da wir sie den unterschiedlichsten Einflüssen aussetzen. Nun ist die warme Jahreszeit vorbei und die Haut muss sich auf Herbst und Winter einstellen – und damit auf wechselnde Temperaturen zwischen Kälte und Heizungsluft. Trotz dieser Belastungen muss die Hautbarriere stabil bleiben, damit der Feuchtigkeitshaushalt stimmt und Schadstoffe oder Keime nicht in die Oberhaut eindringen können. Die Pflegeprodukte sollten jetzt wieder einen größeren Fettanteil haben. Die Reinigung des Gesichts sollte mit sanften Waschcremes oder einer Reinigungsmilch erfolgen und ins Badewasser gehören ölhaltige Zusätze. Aber 15 Minuten Badezeit sind das Maximum, wobei die Wassertemperatur nicht zu heiß sein sollte. Das ist weder gut für die Haut noch für das Bindegewebe.

Hauterkrankungen dürfen nicht unterdrückt werden

Aus homöopathischer Sicht hat die Haut eine ausleitende Funktion. Dies kann man sich wie ein Ventil vorstellen. Werden die oberflächlichen Symptome unterdrückend behandelt, verschwinden diese zwar über den Zeitraum der Behandlung, tauchen danach aber wieder auf. Hauterkrankungen können aus kosmetischen Gründen oder auch wegen eines erheblichen Juckreizes äußerst störend und lästig sein, bis auf wenige Ausnahmen sind sie jedoch nicht gefährlich oder gar lebensbedrohlich. Cremes, die hauptsächlich die Wirkstoffe der Virginischen Zaubernuss (Hamamelis) enthalten, können bei entzündlich gereizten und juckenden Hauterscheinungen zu einer deutlichen Linderung führen, ohne die Hautreaktion gänzlich zu unterdrücken. Bei kleineren Hautverletzungen oder schrundigen und rissigen Hauterscheinungen kann die Ringelblume (Calendula) als Tinktur oder Salbe zur Verbesserung des Hautbildes und zu einer gestärkten Abwehr gegen bakterielle Entzündungen oder Eiterbildung wesentlich beitragen. In vielen Fällen von trockenen, rissigen, gereizten oder juckenden Hautausschlägen hat sich auch das Auftragen von qualitativ hochwertigem Olivenöl bewährt.

Da ist der Arzt gefragt

Während externe Schädigungen leicht und sicher erkennbar sind (Insektenstiche, Sonnenbrand, Verletzungen etc.), sind die inneren Gründe für krankhafte Hautreaktionen vielfältiger Natur. So können allergische Reaktionen, internistische Erkrankungen, Stoffwechselstörungen, aber auch psychische Reaktionen zu Erscheinungen auf der Haut führen. In diesen Fällen ist immer eine ärztliche Diagnose ratsam.

Mehr zum Thema Haut im Interview mit Dr. Helge Seifert, Arzt in Delmenhorst.

Foto: iStockphoto

Ähnliche Beiträge: