Grundlagenforschung: Anti-Entzündlicher Effekt durch Arsenicum Album C200

Grundlagenforschung: Anti-Entzündlicher Effekt durch Arsenicum Album C200

Blog-Beitrag von Harald Walach,

Es wird ja immer wieder behauptet, es gäbe keine Forschungsergebnisse zur Homöopathie. Diese Behauptung ist falsch. Um aktuelle Ergebnisse zu illustrieren, werden wir in dieser Reihe eine bunte Mischung aktueller Forschung präsentieren: von Grundlagenforschung über Fallserien bis hin zu neueren klinischen randomisierten Studien. Von diesen gibt es natürlicherweise weniger. Denn sie sind langwierig und teuer.

Allerdings gibt es solche Studien in der homöopathischen Literatur durchaus. Eine andere Reihe „Klassische klinische Studien“, die teilweise auch über den „Forschungsreader“ von WissHom zugänglich sind, besprechen wir demnächst in einer anderen Reihe.

Wir beginnen mit einer Grundlagenstudie und einer klinischen Studie.

Grundlagenforschung: Anti-Entzündlicher Effekt durch Arsenicum Album C200 – und Silicea (Glaspartikel) spielt dabei keine Rolle

Dalboni, L. C., Coelho, C. d. P., Palombo Pedro, R. R., Correia, M. S., de Santana, F. R., Cardoso, T. N., et al. (2019). Biological actions, electrical conductance and silicon-containing microparticles of arsenicum album prepared in plastic and glass vials. Homeopathy, 108(1), 12-23. https://www.thieme-connect.com/products/ejournals/abstract/10.1055/s-0038-1670675

Die Zeitschrift “Homeopathy” gibt es seit mehr als 100 Jahren. Sie gehört damit zu einer der ältesten Forschungzeitschriften in der Medizinlandschaft. Früher hieß sie „British Homoeopathic Journal“. Sie ist peer-reviewed und wird derzeit von Robert Mathie herausgegeben, nachdem der frühere Editor, Peter Fisher, im Sommer tragisch verunglückt ist. Sie publiziert vor allem Forschungsartikel. Ich weise hier auf einen aktuellen hin, der aus zwei Gründen interessant ist: Zum einen hat die braslianische Arbeitsgruppe um Leoni Bonamin aus Sao Paolo einen klaren Immuneffekt von höchstverdünntem Arsenicum album C200 belegt. Zum anderen hat sie dabei nebenbei auch die sog. „Silicea-Hypothese“ der homöopathischen Arzneimittelwirkung unwahrscheinlich gemacht.

Das Grundlagenforschungsmodell arbeitet mit einem bekannten immunologischen Assay: Makrophagen, also die Fresszellen und die erste Linie der immunologischen Abwehr, wurden mit Hefezellen gefüttert. Makrophagen sind diejenigen Zellen, die bei jeder immunologischen Bedrohung die erste Linie der Abwehr darstellen. Sie identifizieren den Eindringling, verleiben ihn sich durch Phagozytose ein, zerlegen ihn und präsentieren dann die entsprechenden Merkmale auf ihrer Oberfläche, so dass andere Elemente des Immunsystems wissen, was sie attackieren müssen. Damit diese anderen Immunzellen verständigt werden, schütten die Makrophagen eine Reihe von Botenstoffen aus, wenn sie aktiviert sind – sogenannten Interleukine (Il), von denen es eine ganze Reihe gibt. Aktivierte Makrophagen schütten vor allem pro-entzündliche Interleukine aus, davon sind die wichtigsten Interleukin 1 (Il 1) und 6. […]

Lesen Sie den vollständigen Beitrag im Homöopathie Forschungs-Blog: www.homöopathie-forschung.info

Beitragsbild: iStock.com/F3al2

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