Berlin, 2. April 2026 | Ein Kommentar von Meinolf Stromberg, 1. Vorsitzender des Bundesverbandes Patienten für Homöopathie (BPH), zu den Plänen der BMG-Finanzkommission. Bei den am 30. März vorgestellten 66 Maßnahmen zur Sanierung der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) beruft sich die Kommission auf die Kriterien: Nutzen, Versorgungsqualität und Wirtschaftlichkeit – konterkariert diese Werte jedoch durch die angedachte Streichung der Homöopathie.

1. Einseitige Datenbasis statt echter Evidenz

Es ist fachlich nicht nachvollziehbar, warum die Kommission ihre Entscheidung auf einen veralteten und methodisch kritisierten Report von 2016 stützt. Wer „evidenzbasiert“ entscheidet, darf aktuelle Studien und Versorgungsdaten zur Homöopathie nicht einfach ignorieren. Eine Prüfung, die nur das sieht, was ins eigene Weltbild passt, ist ideologisch geleitet.

2. Das Wirtschaftlichkeits-Paradoxon

Ökonomisch ist dieser Vorstoß ein Eigentor:

  • Minimaler Anteil: Die Homöopathie macht als freiwillige Satzungsleistung nur einen verschwindend geringen Bruchteil der GKV-Gesamtausgaben aus.

  • Verlagerungseffekt: Fällt die Homöopathie weg, weichen Patienten zwangsläufig auf teure konventionelle Arzneimittel und Therapien aus.

  • Höhere Folgekosten: Studien der Versorgungsforschung zeigen klar, dass unter homöopathischer Behandlung weniger teure Medikamente und Antibiotika verordnet werden.

Die Streichung spart kein Geld – sie provoziert Mehrkosten. Das widerspricht dem Wirtschaftlichkeitsgebot, auf das sich die Kommission beruft, fundamental.

3. Versorgungsqualität bedeutet Methodenvielfalt

Wenn die Versorgungsqualität wirklich im Fokus stünde, müsste die Homöopathie als Bestandteil der GKV gestärkt statt abgeschafft werden. Weniger Nebenwirkungen und nachhaltige Therapieerfolge bei chronischen Erkrankungen sind Fakten, die im Sinne der Patienten schwerer wiegen sollten als ideologisch begründeteVorschläge.

Fazit: Reformen brauchen neue Wege

Es macht keinen Sinn, an einem System festzuhalten, das jährlich teurer wird, ohne die Effektivität zu steigern. Echte Reformen erfordern den Mut, neue Wege zu gehen. Es ist an der Zeit, Therapiepluralismus in der GKV zu etablieren anstatt einer therapeutischen Monokultur weiter den Weg zu ebnen.

Ihre Meinung zählt! Wie stehen Sie zu den Vorschlägen der Finanzkommission? Wir laden Sie ein, die Debatte mit uns zu führen. Schreiben Sie uns an: info@bph-online.de.

Ihr

Meinolf Stromberg, Vorsitzender des Bundesverbandes Patienten für Homöopathie

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Thema: BPH-Kommentar zur Finanzkommission

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