Berlin, 23. Januar 2026. Ein BPH-Kommentar vom 1. Vorsitzenden Meinolf Stromberg zur Diskussion um die Ausgestaltung der Gesundheitsreform.

Homöopathie ist evidenzbasierte Medizin und in der Praxis kosteneffizient. Im GKV-Verteilungsgerangel wird die Homöopathie immer mal wieder von Verbänden und Politikern auf die Streichliste gesetzt. Aus unserer Sicht verbirgt sich dahinter entweder Unwissenheit oder das bewusste Zünden einer Nebelkerze.

Denn ökonomisch macht es keinen Sinn, die freiwillige Kassenleistung Homöopathie zu streichen. Sie macht lediglich 0,03 Prozent der GKV-Gesamtausgaben aus. Jedoch kann das Streichen der Homöopathie für das System teuer werden – denn die Patienten und Kosten werden in die konventionelle Medikation verschoben.

Das Festhalten an einer Versorgung, die komplementäre Methoden ausschließt, jährlich teurer und zugleich medizinisch ineffektiver wird, macht keinen Sinn. Zu einer Gesundheitsreform gehören neue Wege – die Integrative Medizin mit ihrem pluralen Ansatz ist ein solcher.

Belegt ist, die Homöopathie in der Kassen-Praxis hat Nutzen für die GKV. Studien aus der Versorgungsforschung zeigen die Effekte, die genau bei den Problemen des Systems ansetzen. Dr. med. Mirko Berger, Arzt und Wissenschaftsexperte: „Beobachtungsstudien zeigen mehrheitlich, dass unter den Bedingungen des medizinischen Alltags die homöopathische Behandlung eine große (statistisch signifikante) Wirksamkeit aufweist.“

Warum also nicht einen Weg gehen, der ergänzt und nicht verbietet? Zurzeit werden Reformvorschläge auf den Tisch gelegt, die zu Lasten der Versicherten gehen, die weniger Leistungen, höhere Kosten und längere Wartezeiten in den Praxen zur Folge hätten.

Es spricht vieles für ein Medizinsystem, in dem durch einen Methodenpluralismus eine wesentlich individuellere und medizinisch abgestufte Therapie angeboten werden kann. Umfragen zeigen, dass die Bevölkerung sich Homöopathie in der Versorgung wünscht – Compliance ist ein erster Schritt zur Gesundheit.

Wir stehen für die gesellschaftliche Debatte und möchte auch mit Ihnen ins Gespräch kommen. Ihre Haltung zum Thema ‚Pluralismus in der Medizin‘ interessiert uns, schreiben Sie an: info@bph-online.de.

Ihr

Meinolf Stromberg, Vorsitzender des Bundesverbands Patienten für Homöopathie

 

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Informationen zur Homöopathie

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