Neurodermitis braucht individuelle Medizin

Neurodermitis braucht individuelle Medizin

Neurodermitis ist eine chronische Hautkrankheit, die in Deutschland weit verbreitet ist. Sie gilt in der konventionellen Medizin als nicht heilbar. Häufig sind Kinder betroffen, laut Robert- Koch-Institut (RKI) leiden 8,1 Prozent der Jungen und 7,3 Prozent der Mädchen unter Neurodermitis – Tendenz steigend. Der Bundesverband Neurodermitiskranker in Deutschland (BNKD) berichtet, dass rund sechs Millionen Menschen in Deutschland an Neurodermitis leiden.

Die Erkrankung wird dem Formenkreis der „Atopie“ zugerechnet – von griechisch „atopos“, was „nicht am Platz“ bedeutet. Unterschiedliche allergische Reaktionen können parallel bestehen und ineinander übergehen, so kann es beispielsweise bei einer durch Kortison unterdrückten Neurodermitis zu einem „Etagenwechsel“ der Krankheit kommen, der zu einem allergischen Asthma bronchiale führt – dieses Phänomen ist in der konventionellen Medizin gut dokumentiert.

Die Haut bei Patienten mit Neurodermitis ist gegenüber den äußeren Faktoren nicht mehr widerstandsfähig. Sie ist Bakterien, Viren und Pilzen schutzlos ausgesetzt. Deshalb zeigt die Haut eine Überreaktion bei Kontakt mit eigentlich harmlosen Substanzen wie Katzenhaaren, Gräserpollen oder Ausscheidungen der Hausstaubmilbe. Zwischen 75 und 90 Prozent aller Patienten mit atopischem Ekzem zeigen im Hauttest (Prick-Testungen) eine unmittelbare Reaktion auf Allergene mit Quaddelbildung und Juckreiz.

Was sind die Ursachen von Neurodermitis?

Die genauen Ursachen der Erkrankung sind bis heute noch nicht erforscht. Oft beruht Neurodermitis auf einer genetischen Disposition. Grundsätzlich gilt: Wenn ein Elternteil atopisch vorbelastet ist, liegt die Wahrscheinlichkeit, dass das Kind an einem atopischen Leiden erkrankt, bei rund 30 Prozent. Sind beide Eltern Atopiker, steigt die Wahrscheinlichkeit auf etwa 60 Prozent. Vererbt wird jedoch nicht die Krankheit, sondern allein die Disposition. Die Auslöser für Neurodermitis sind multifaktoriell und neben der genetischen Disposition mit individueller Sensibilität des Organismus verbunden.

BNKD: „Erfolge durch die Homöopathie haben eine bessere Beständigkeit“

Der Bundesverband Neurodermitiskranker in Deutschland (BNKD) befasst sich intensiv mit diesem Problem: „Wir raten unseren Mitgliedern von einer Behandlung mit Kortison und insbesondere mit Immunsuppressiva grundsätzlich ab, da diese nachweislich Krebs erregen können“, sagt Jürgen Pfeifer, Vorsitzender und Bundesgeschäftsführer des BNKD.

Der Patientenverband sammelt seit 25 Jahren Rückmeldungen von seinen Mitgliedern zum Erfolg unterschiedlicher Therapien bei Neurodermitis. Die Erfahrung zeigt: „Es ist immer einen Versuch wert, sich an einen guten homöopathischen Arzt zu wenden“, so Pfeifer. „Wir prüfen auch die Nachhaltigkeit von Therapien und befragen unsere Patienten sechs und 18 Monate nach einer Behandlung erneut“, erklärt Pfeifer, „Erfolge durch eine homöopathische Behandlung haben eine bessere Beständigkeit als Therapien, bei denen Symptome nur kurzfristig ausgeschaltet werden.“

Homöopathie braucht Geduld und Vertrauen

Die ersten Wochen oder Monate der Behandlung bis zu einer deutlichen Besserung „durchzuhalten“ erfordert gegenseitiges Vertrauen. Eine zu hohe Erwartungshaltung an vermeintliche „Wunder-Globuli“, Ungeduld oder der weitere Gebrauch von unterdrückenden Salben können die ärztlich-homöopathische Therapie empfindlich stören. Darüber hinaus sind eine „heimliche“ Anwendung unterdrückender Medikamente, eine fehlende Öffnung des Patienten bei der Erst- oder Folgeanamnese eine zusätzliche Erschwernis für den Arzt.

Foto: Bernd Kasper / pixelio.de

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