Homöopathie in der Sächsischen Zeitung – Ein Kommentar von Curt Kösters

Homöopathie in der Sächsischen Zeitung – Ein Kommentar von Curt Kösters

Unter dem Titel Perspektiven veröffentlicht die Sächsische Zeitung kontroverse Essays, Kommentare und Analysen zu aktuellen Themen. Texte, die aus der ganz persönlichen Sicht des Autors Denkanstöße geben, zur Diskussion anregen sollen. Die jüngste Debatte um die Wirksamkeit der Homöopathie gipfelte in der Forderung, solche Leistungen nicht mehr zu bezahlen. Der Arzt Curt Kösters begründet in einem am 01.09.2010 veröffentlichten Kommentar, warum die von Hahnemann begründete Lehre eine Bereicherung für die Medizin ist.

„In den letzten Wochen rauschte eine Debatte um die Homöopathie durch den Blätterwald. Auslöser war eine Titelgeschichte des Nachrichtenmagazins „Der Spiegel“ unter der Überschrift: „Homöopathie – Die große Illusion“ und die Forderung des gesundheitspolitischen Sprechers der SPD-Bundestagsfraktion, Karl Lauterbach: „Man sollte den Kassen schlicht verbieten, die Homöopathie zu bezahlen.“

Diese Forderung wurde von der eigenen Partei als „Einzelmeinung“ charakterisiert, nachdem der Bundesgesundheitsminister, der Präsident der Bundesärztekammer und Sprecher der anderen Bundestagsparteien sich gegenteilig geäußert hatten. So gesehen hat sich die Debatte mittlerweile erledigt. Es bleibt aber die Frage, warum gerade die Homöopathie immer wieder derartigen Zündstoff liefert.

Was veranlasst einen Verein in Großbritannien dazu, geschätzt mehrere Zehntausend Pfund auszugeben für eine professionelle Kampagne gegen die Homöopathie, was veranlasst Lauterbach dazu (außer dem Sommerloch und der Hoffnung auf mediale Aufmerksamkeit), sich mit dieser Forderung zu positionieren? Um Geld geht es dabei nicht, wie er selbst auf Nachfrage einräumt; die Ausgaben der gesetzlichen Krankenversicherungen für homöopathische Behandlungen bewegen sich im Promillebereich …“

Link zum vollständigen Kommentar von Curt Kösters unter www.sz-online.de …

Links zum Thema:

Prof. Dr. Harald Walach: „Gegen den Wind segeln“

„Ist es möglich, fragt sich der neugierige, offene, und vielleicht etwas phantasiebegabte Zeitgenosse, dass da eine ganze Industriesparte unter Druck gerät, langfristig ihre Felle davonschwimmen sieht und beschließt, ein bisschen die Theaterwindmaschine anzuwerfen?“
Prof. Dr. Harald Walach zur Kampagne gegen die Komplementärmedizin (zitiert aus: „Gegen den Wind segeln“)

Lauterbach fordert Zweiklassen-Medizin: ein offener Brief an Prof. Dr. Karl Lauterbach (SPD) von Cornelia Bajic und Curt Kösters, Vorsitzende des Deutschen Zentralvereins homöopathischer Ärzte (DZVhÄ)

Beitragsbild: ©Sächsische Zeitung

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