Eine Erkältung beginnt oft mit einem Kratzen im Hals, einer laufenden Nase oder Heiserkeit. Später kann Husten dazukommen, manchmal verbunden mit allgemeinem Krankheitsgefühl. Meist handelt es sich um einen akuten Infekt der oberen Atemwege, häufig ausgelöst durch Viren.
Eine Erkältung kann sich mit sehr unterschiedlichen Beschwerden zeigen. Typisch sind unter anderem Schnupfen, Husten, Halsschmerzen und Heiserkeit. Alle diese Beschwerdebilder mit ihren jeweiligen Besonderheiten und möglichen homöopathischen Arzneimitteln ausführlich in einem einzigen Beitrag zu behandeln, würde den Rahmen sprengen. Deshalb finden Sie hier zunächst eine Orientierung und können die einzelnen Beschwerden anschließend gezielt vertiefen.
Typische Beschwerden bei Erkältungen
Husten
Trockener Reizhusten, verschleimter Husten oder Husten, der besonders nachts oder bei kalter Luft auftritt: Die Beschwerden können sehr unterschiedlich sein.
Mehr über Husten →Schnupfen
Fließschnupfen, eine verstopfte Nase oder gereizte Schleimhäute gehören zu den häufigsten Begleiterscheinungen einer Erkältung.
Mehr über Schnupfen →Halsschmerzen
Kratzen, Brennen oder Schmerzen beim Schlucken können schon zu Beginn einer Erkältung auftreten und unterschiedlich ausgeprägt sein.
Mehr über Halsschmerzen →Was gehört zu einer Erkältung?
Eine Erkältung kann sich langsam ankündigen oder innerhalb weniger Stunden deutlich bemerkbar machen. Typisch sind Beschwerden der oberen Atemwege wie Schnupfen, Husten, Halsschmerzen und Heiserkeit. Auch Müdigkeit, Abgeschlagenheit oder ein allgemeines Krankheitsgefühl können dazugehören.
Die Beschwerden müssen dabei keineswegs alle gleichzeitig auftreten. Häufig verändert sich das Bild im Verlauf: Aus dem anfänglichen Kratzen im Hals wird ein Schnupfen, einige Tage später kommt möglicherweise Husten hinzu.
Gerade deshalb ist es sinnvoll, nicht nur auf die Bezeichnung „Erkältung“ zu schauen, sondern darauf, welche Beschwerden tatsächlich im Vordergrund stehen und wie sie sich entwickeln.
Was Sie bei einer Erkältung selbst tun können
Bei einer leichten Erkältung hilft es zunächst, dem Körper Ruhe zu gönnen und die Beschwerden aufmerksam zu beobachten.
Ausreichend zu trinken und sich körperlich zu schonen, gehört zu den einfachen Maßnahmen, die viele Menschen als angenehm empfinden. Warme Getränke können bei Halsbeschwerden wohltuend sein, bei gereizten Atemwegen sollte außerdem auf eine angenehme Raumluft geachtet werden.
Bei einer homöopathischen Selbstbehandlung richtet sich die Auswahl des Arzneimittels nicht allein nach der Diagnose „Erkältung“, sondern nach dem jeweiligen Beschwerdebild. Ob vor allem Husten, Schnupfen oder Halsschmerzen auftreten und wodurch sich die Beschwerden bessern oder verschlechtern, kann für die Mittelwahl eine Rolle spielen.
Die ausführlicheren Beschreibungen finden Sie deshalb in den oben verlinkten Einzelbeiträgen.
Wann fachlicher Rat wichtig ist
Nicht jede Erkältung gehört in die Selbstbehandlung.
Bei starken, anhaltenden oder unklaren Beschwerden sollte fachlicher Rat eingeholt werden. Das gilt insbesondere, wenn sich der Zustand deutlich verschlechtert, starke Schmerzen auftreten, Atemprobleme hinzukommen oder die Beschwerden ungewöhnlich lange anhalten.
Auch häufig wiederkehrende Infekte sollten genauer betrachtet werden. Wer wegen einer chronischen Erkrankung bereits in homöopathischer Behandlung ist, sollte eine akute Erkrankung nicht ohne Rücksprache mit der behandelnden Therapeutin oder dem behandelnden Therapeuten selbst behandeln. Dieser Hinweis ist bereits Bestandteil des bisherigen Beitrags.
Homöopathische Selbstbehandlung bei Erkältungen
Welche homöopathische Arznei infrage kommt, hängt bei Erkältungen stark vom jeweiligen Beschwerdebild ab.
Ein trockener Reizhusten kann andere Merkmale aufweisen als ein Husten mit Schleim. Bei Schnupfen kann die Nase ständig laufen oder völlig verstopft sein. Halsschmerzen können brennen, stechen oder sich vor allem beim Schlucken bemerkbar machen.
Genau diese Unterschiede sind der Grund dafür, warum es wenig sinnvoll wäre, an dieser Stelle eine lange Liste vermeintlicher „Erkältungsmittel“ aufzuführen. Die ausführlicheren Beschreibungen finden Sie stattdessen in unseren Beiträgen zu Husten, Schnupfen und Halsschmerzen.
Wie werden homöopathische Arzneimittel eingenommen?
Der Bundesverband Patienten für Homöopathie empfiehlt bei der Selbstbehandlung für homöopathische Arzneimittel die Potenz C12. Zwei bis drei Globuli gelten als eine Gabe.
Bei Bedarf kann eine Gabe bis zu viermal täglich wiederholt werden. Zwischen den Gaben sollte jeweils abgewartet werden, wie sich die Beschwerden entwickeln.
Die Globuli lässt man im Mund zergehen. Etwa 15 Minuten vor und nach der Einnahme sollte möglichst nichts gegessen oder getrunken werden. Diese Angaben entsprechen den bisherigen Einnahmehinweisen des Artikels.
Begleiten heißt nicht ersetzen
Homöopathische Selbstbehandlung setzt voraus, dass der Verlauf einer Erkrankung aufmerksam beobachtet wird.
Bei starken, anhaltenden oder unklaren Beschwerden sowie bei Beschwerden von Kindern sollte fachlicher Rat eingeholt werden. Eine homöopathische Behandlung kann notwendige medizinische Hilfe nicht ersetzen.
Informationen zur Homöopathie
Im Bereich Anwendung finden Sie weitere Informationen zur Selbstbehandlung, zu homöopathischen Arzneimitteln sowie zu Beschwerden und Erkrankungen. Der Bereich Behandlung in der Praxis erklärt, wie eine professionelle homöopathische Behandlung abläuft.
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