Erkältungskrankheiten

Eine Erkältung ist eine akute Infektion der oberen Atemwege, die man sich vorzugsweise bei nasskaltem Wetter zuzieht. Typische Symptome sind Husten, Schnupfen und Heiserkeit. In aller Regel handelt es sich um eine Virusinfektion – über 200 verschiedene Virustypen kommen in Frage. Diese sogenannten grippalen Infekte sind die häufigsten vorkommenden Erkrankungen, viel seltener handelt es sich um eine echte Grippe (Influenza).

Auch bei der Behandlung von banalen Erkältungen achten Sie bitte darauf, dass es für die einzelnen Indikationen verschiedene Symptome und Modalitäten gibt. Auf keinen Fall sollten Sie eine akute Erkrankung ohne Absprache therapieren, wenn Sie sich schon wegen einer chronischen Erkrankung in homöopathischer Behandlung befinden. Am Beispiel von Husten sei hier die homöopathische Selbstbehandlung erklärt.

Sind die Stimmbänder oder die Luftröhre durch Schleim, Rauch oder Anspannung gereizt, entsteht Husten. Durch diesen Reflex soll die Luftröhre gereinigt werden. Ist der Husten schmerzhaft oder stört er den Schlaf, muss er behandelt werden. Hält der Husten länger als eine Woche an, ist ärztliche Hilfe nötig.

Erfahren Sie mehr über die homöopathische Behandlung von Erkältungskrankheiten in unserem Flyer Leitfaden zur Behandlung von Erkältungskrankheiten.

Ärztliche Behandlung

Bei schwerem Verlauf oder im Fall von Komplikationen suchen Sie bitte ärztlichen Rat. Eine homöopathische Behandlung ist auch dann noch möglich, dies gilt auch für häufig wiederkehrende Infektionen. Während einer homöopathischen Fallaufnahme – der Anamnese – nimmt der Arzt auch Krankheitszeichen wahr, die in der konventionellen Medizin als Bagatellerkrankung unbehandelt oder unbeachtet bleiben. Diese ersten Anzeichen können Indizien für eine chronische Krankheit sein.

Die wichtigsten Arzneimittel

Dies sind einige der wichtigeren Arzneien – ohne Anspruch auf absolute Vollständigkeit:

Antimonium tartaricum – Brechweinstein

Rasselnder Husten. Ärger verschlimmert den Husten bei Kindern. Auch nach dem Essen husten sie mehr und erbrechen dann Nahrung und Schleim. Möchte in Ruhe gelassen, am liebsten noch nicht einmal angesehen werden.

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Bryonia alba – Zaunrübe

Husten ist schmerzhaft stechend, hält sich den Brustkorb fest beim Husten, der Gegendruck bessert. Liegen auf der schmerzhaften Seite bessert. Jede Bewegung verschlechtert. Großer Durst, trockene Schleimhäute. Reizbar, möchte seine Ruhe haben.

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Drosera – Sonnentau

Heiserer quälender Husten sofort beim Hinlegen. Kitzelgefühl, Krümelgefühl und Kratzen im Kehlkopf.

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Hepar sulfuris – Kalkschwefelleber

Husten in den Morgenstunden, begleitet von Atemnot, Wärmebedürfnis und  schlechter Laune. Sehr empfindlich gegen jede Abkühlung,  selbst Abdecken.

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Pulsatilla – Wiesen-Küchenschelle

Husten, der den Schlaf stört, gebessert durch Aufsetzen. Dicker, gelblicher Auswurf. Weinerliche Stimmung, Verlangen nach Zuwendung. Besserung in frischer Luft. Kein Durst.

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Rhus toxicodendron – Wurzelsumach

Trockener nächtlicher Husten mit Kitzel in den Bronchien. Aufdecken oder auch nur Herausstrecken der Hand löst Husten aus. Durst auf kalte Getränke, die jedoch Husten und Frost verstärken. Große Unruhe, muss sich permanent bewegen. Folgen von Nasswerden oder Unterkühlung.

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Rumex – Ampfer

Trockener Husten, besonders beim Einatmen kalter Luft, beim Sprechen; hält Hand oder Schal vor den Mund.

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Spongia – Meerschwamm

Trockener, bellender Husten, besonders bei tiefliegendem Kopf. Essen und Trinken bessert.

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