Carbo vegetabilis – Holzkohle

Substanz

Carbo vegetabilis (Holzkohle) wird aus verkohltem Buchen- oder Birkenholz hergestellt.

Einsatzbereich von Carbo vegetabilis

Im Zentrum der Arzneiwirkung steht der Einsatz bei Kollapszuständen des Kreislaufes mit Kältegefühl und kaltem Schweiß. Außerdem ist an diese Arznei zu denken bei Problemen des Magen-Darm-Traktes, wenn ausgeprägte Blähungen und Gasauftreibungen des Bauches bestehen. Häufiger wird Carbo vegetabilis jedoch bei chronischen Krankheiten aufgrund ausführlicher homöopathischer Anamnese Verwendung finden.

Leitsymptome von Carbo vegetabilis

  • Große Schwäche und Mattigkeit
  • Ausgeprägtes Verlangen nach frischer Luft bzw. offenem Fenster
  • Eisige Kälte der Haut, der Hände und Füße, der ausgeatmeten Luft
  • Kalte Schweiße
  • Haut bläulich
  • Kollapsneigung!

Modalitäten von Carbo vegetabilis

Schlimmer

  • Feuchte Wärme
  • Nach Flüssigkeitsverlusten
  • Zu reichliches Essen

Besser

  • Aufstoßen
  • Kühle frische Luft
  • Hochlegen der Beine

Wirkdauer

  • Lang

Wie sollten homöopathische Arzneien (Globuli) eingenommen werden?

Der Deutsche Zentralverein homöopathischer Ärzte (DZVhÄ) empfiehlt bei der Selbstbehandlung für alle homöopathischen Medikamente die Potenz C12. 2-3 Globuli sind eine Gabe. Bei Bedarf kann man die Gabe bis zu viermal am Tag wiederholen. Die Wirkung jeder Gabe muss abgewartet werden. Die Globuli im Mund zergehen lassen. 15 Minuten vor und 15 Minuten nach der Gabe möglichst nichts essen und trinken. Homöopathische Arzneimittel gibt es nur in Apotheken.

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Buch-Tipp

Die homöopathische Hausapotheke

Die homöopathische Hausapotheke – Die wichtigsten Arzneien für zu Hause und unterwegs

Gerhard Bleul, Patrick Kreisberger, Ulf Riker, DZVhÄ, Berlin, 4. Auflage 2015, 192 Seiten, 10 Euro.

Der DZVhÄ bietet Ihnen weiterführendes Informationsmaterial und verschiedene Printmedien an –> Patientenratgeber des DZVhÄ