Nasenbluten

Schulmedizinischer Hintergrund

Nasenbluten (Epistaxis) ist in der Regel ein harmloses Geschehen. Vor allem bei Kindern tritt es als „wiederkehrendes Nasenbluten” ohne erkennbare Ursache auf. Es wird durch Einreißen der Gefäße der Nasenschleimhaut, vor allem eines Venengeflechts am Naseneingang (Locus Kiesselbachii), ausgelöst. Auch bei Verletzungen kann es zu Nasenbluten kommen.

Es kann aber auch Zeichen einer Allgemeinerkrankung sein (zum Beispiel Bluthochdruck, Gerinnungsstörung, Leukämie). Dies sollte ärztlich abgeklärt werden!

Allgemeine Maßnamen bei Nasenbluten

Wenn die Nase blutet, sollten Sie angelehnt mit leicht nach vorne gebeugtem Kopf sitzen und beide Nasenflügel mit den Fingern zusammendrücken. Lassen Sie nach 5 Minuten los, schnäuzen und beobachten Sie, ob es erneut zu bluten beginnt. In diesem Fall den Vorgang wiederholen.

Ärztliche Hilfe bei Nasenbluten

Bitte begeben Sie sich in ärztliche Behandlung, wenn die Blutung nicht innerhalb von 10-15 Minuten zum Stehen gekommen ist! Ebenso bei einem Sturz auf die Nase, eventuell mit zusätzlicher Schwellung oder Verformung des Nasenrückens!

Die wichtigsten Arzneimittel bei Nasenbluten

Arnica

Sehr gut geeignet  nach Schlägen oder Sturz auf die Nase mit blutender Nase. Aber auch nach körperlicher Überanstrengung, nach zu heftigem Schnäuzen oder bei Husten, vor allem Keuchhusten, muss man an Arnica denken.

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Ferrum phosphoricum

Wenn das Nasenbluten im Zusammenhang mit fieberhaften Infekten auftritt, ist Ferrum phosphoricum ein sehr bewährtes Mittel. Auch wenn Arnica es nach einem Schlag auf die Nase nicht beseitigen konnte, ist ein Versuch mit diesem Arzneimittel unter Umständen hilfreich.

( gehe zu Ferrum phosphoricum )

Phosphorus

Blutungen (nicht nur) aus der Nase sind ein Leitsymptom von Phosphorus, typischerweise kräftige, anhaltende und leuchtend-rote Blutungen. Die Blutung geht mit Erschöpfung einher und ist von heftigem Schwitzen begleitet.

( gehe zu Phosphorus )

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