Euphrasia – Augentrost

Substanz

Euphrasia officinalis, der Augentrost, wird in der Volksmedizin bei den unterschiedlichsten Augenleiden verwendet. Der griechische Name „Euphrasia” bedeutet Freude, Frohsinn. Dieser Rachenblütler wächst auf Wiesen und ist, obwohl ein kleines Pflänzchen, auffällig durch seine charakteristischen weißen Blüten mit gelb-schwarzen Tupfen.

Einsatzbereiche von Euphrasia

Bindehautentzündung, Atemwegsinfekte mit Augenentzündung, Heuschnupfen (auch mit Asthma).

Leitsymptome von Euphrasia

  • scharfer Tränenfluss und milder Schnupfen
  • Augen brennen, ständiges Blinzeln, Lichtscheu
  • harter, heftiger Husten durch Kitzel im Kehlkopf, viel Auswurf
  • krampfartiger Schmerz in Fingern und Waden, Stiche in den Oberschenkeln
  • Gähnen beim Gehen im Freien
  • Schläfrigkeit, die als Müdigkeit in den Augen anfängt
  • träge, hypochondrisch; lustlos, will nicht reden
  • weint im Liegen

Modalitäten

Schlimmer

  • durch Lesen
  • Sonnenlicht
  • Wind
  • Wärme
  • Zimmer
  • abends

Besser

  • durch Tränenfluss
  • Blinzeln
  • Wischen der Augen
  • im Freien

Wirkdauer

  • Kurz

Vergleichbare Mittel von Euphrasia

Allium cepa

  • Ähnlich: Schnupfen und Augenentzündung;
  • Unterschied: meist milde Tränen, aber scharfes Nasensekret.

Arsenicum album

  • Ähnlich: brennende Schmerzen, Augenreizung, Heuschnupfen mit Asthma;
  • Unterschied: ruhelos und ängstlich.
    ( gehe zu Arsenicum album )

Aconitum

  • Ähnlich: Augenentzündung.
  • Unterschied: meist einseitige Entzündung, Auslöser: kalter Wind, dabei oft ängstlich, nie gleichgültig.
    ( gehe zu Aconitum )

Argentum nitricum

Staphisagria

  • Ähnlich: Augenentzündungen.
  • Unterschied: Neigung zu Verhärtungen (Gerstenkörner), Stimmung: traurig, angespannt, enttäuscht, aber nicht träge.
    ( gehe zu Staphisagria )

Wie sollten homöopathische Arzneien (Globuli) eingenommen werden?

Der Deutsche Zentralverein homöopathischer Ärzte (DZVhÄ) empfiehlt bei der Selbstbehandlung für alle homöopathischen Medikamente die Potenz C12. 2-3 Globuli sind eine Gabe. Bei Bedarf kann man die Gabe bis zu viermal am Tag wiederholen. Die Wirkung jeder Gabe muss abgewartet werden. Die Globuli im Mund zergehen lassen. 15 Minuten vor und 15 Minuten nach der Gabe möglichst nichts essen und trinken. Homöopathische Arzneimittel gibt es nur in Apotheken.

Foto: Astrid Kettling / pixelio.de

Buch-Tipp

Die homöopathische Hausapotheke

Die homöopathische Hausapotheke – Die wichtigsten Arzneien für zu Hause und unterwegs

Gerhard Bleul, Patrick Kreisberger, Ulf Riker, DZVhÄ, Berlin, 4. Auflage 2015, 192 Seiten, 10 Euro.

Der DZVhÄ bietet Ihnen weiterführendes Informationsmaterial und verschiedene Printmedien an –> Patientenratgeber des DZVhÄ