Homöopathische Forschung – Was nützt sie Mensch und Tier?

Homöopathische Forschung – Was nützt sie Mensch und Tier?

WissHom-Kongress 19. InternationaIer Coethener Erfahrungsaustausch (ICE 19): 
21.–23. November 2019 in Köthen (Anhalt)
Homöopathische Forschung – Was nützt sie Mensch und Tier?

Der diesjährige WissHom-Kongress steht ganz im Zeichen der Forschung und ihrer Umsetzung im ärztlichen und tierärztlichen Alltag. Viele der wichtigsten Forscherpersönlichkeiten aus dem deutschsprachigen Raum sowie aus den Niederlanden und Großbritannien werden den Kongress gestalten. Es ist eine fast einmalige Chance, einen umfassenden Überblick über den aktuellen Stand der Grundlagen- und Praxisforschung zu bekommen. Hier sind die Vorträge im Einzelnen:

Die Einführung in den Kongress übernehmen Diana Steinmann und Irene Schlingensiepen-Brysch: „Warum brauchen wir Forschung in der Homöopathie?“Ein Grundlagenforscher mit besonders beeindruckenden Ergebnissen und vielfältigen Publikationen ist Stephan Baumgartner. Sein Thema ist „Homöopathische Grundlagen-Forschung: Nützt sie Mensch und Tier?“Den ersten Tag beenden Kurzpräsentationen von Projekten und Arbeitsgruppen, die erstmals anstelle von Postervorstellungen einen komprimierten Überblick über laufende Forschungsvorhaben und weitere Initiativen innerhalb von WissHom geben.

Den zweiten Kongresstag beginnen zwei Tierärztinnen, die sowohl Forschung als auch eine eigene Praxis betreiben. Sie geben Einblicke in die Veterinärhomöopathie: Petra Weiermayer: „Bedeutung der Homöopathie im Kampf gegen die Antibiotikaresistenz aus veterinärmedizinischer Sicht“ und Liesbeth Ellinger: „Die Eignung von Nutztieren für die homöopathische Forschung“.

Zur neuesten „Studie zur Kosteneffektivität der Charité“ mit ihren Stärken und ihren nicht unerheblichen  Schwächen nimmt Curt Kösters Stellung. Sinn und Bedeutung von Beobachtungs- und Kohortenstudien für die Homöopathie referiert Klaus von Ammon, der bei vielen Studien im Team von Heiner Frei mitgearbeitet hat. Michael Frass, der eine Reihe von klinischen Studien zur Homöopathie an der Universität Wien durchgeführt hat, vergleicht „Explanatorische versus pragmatische klinische Studien“ und fragt „Was bringt uns mehr in der Homöopathie?“

Der Internist und Onkologe Franz Porzsolt aus Ulm, der auch Arbeiten zur klinischen Ökonomie publiziert hat, stellt ein von ihm entwickeltes Studienmodell vor, die „Pragmatic Controlled Trials“. Sie bilden vermutlich besser als randomisierte kontrollierte Studien die therapeutische Praxis ab und könnten auch für die Homöopathie ein Modell sein. Die „Pragmatic Controlled Trials“ werden auch Thema seines Workshops sein.

Weitere Workshops finden zeitgleich statt: Curt Kösters und Julia Burkart: „Studienplanung in der Forschung zur Kosteneffektivität“, Liesbeth Ellinger, Michael Frass, Petra Weiermayer und Edward de Beukelaer: „Homöopathie und konventionelle Medizin optimal kombiniert zum Wohle der Patientinnen und Patienten – Studiendesigns in der Human- und Veterinärhomöopathie“, Alexandra Schulze-Rohr und Beate Stock-Schröer: „Studentische Lehre, wissenschaftlicher Nachwuchs und Promotion“.

Andreas Holling, Allgemeinarzt aus Münster, betrachtet die Bedeutung der „Homöopathischen Forschung für das Vorgehen in der Praxis“. Michael Schreiner, HNO-Arzt in Gräfelfing bei München, referiert seine „Praxisstudie zur Otitis media“. Michael Teut spricht über den „Beitrag der Homöopathie zur Vorbeugung von Antibiotika-Resistenzen“ im Rahmen eines europäischen Projekts. Die homöopathischen Arzneimittelprüfungen hat Jörg Wichmann auf seiner Website „provings.com“ seit vielen Jahren gesammelt. Zur „Dokumentation und Publikation von homöopathischen Arzneimittelprüfungen“ hat er viel zu sagen.

Am dritten Kongresstag gibt es zwei Vorträge zur homöopathischen Pharmakologie, zwei Vorträge zu Metaanalysen und Methodik in der Homöopathie-Forschung und einen Abschlussvortrag zur Plausibilität der Homöopathie: Das Thema von Petra Klement ist die „Evidenz und Forschung in der Homöopathie aus Sicht eines Arzneimittelherstellers“. Susann Buchheim-Schmidt betrachtet “Unerwünschte Arzneimittelwirkungen in der Homöopathie“ und zeigt die Abgrenzung zu echten pharmakologischen (Neben-)Wirkungen. Sie fragt:„Was ist unerwünscht und warum?“

Die „Meta-Analysen in der klinischen Forschung zur Homöopathie“ überblickt wohl niemand besser als Jens Behnke von der Carstens-Stiftung, der auch Ansprechpartner bei WissHom für die Wissenschaftskommunikation ist. Susanne Ulbrich Zürni hat eine Reihe homöopathischer Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus vielen Ländern bewegt, mit ihr „Guidelines und Empfehlungen für eine qualitativ hochwertige Homöopathie-Forschung“ aufzustellen. Sie wurden zuletzt im Londoner Kongress des Homeopathy Research Institute (HRI) im Juni 2019 diskutiert.

Zum Abschluss des Kongresses referiert Alexander Tournier, einer der Leiter des HRI, über die Frage: „Ist Homöopathie wirklich so wenig plausibel?“ und stellt “eine Theorie der (physikalischen) Wirkung der Homöopathie vor.

Alle Informationen finden Sie im Internet unter http://www.wisshom.de/index.php?menuid=375.

Wenn Sie am Kongress teilnehmen möchten, melden Sie sich bitte bei der Köthen Kultur und Marketing (KKM) an:

Köthen Kultur und Marketing GmbH (KKM)
Johannes Benesch, Fachbereich Veranstaltungen
Schlossplatz 5, D-06366 Köthen (Anhalt)
Tel.: 0049-(0)3496-70099-16, Fax: 0049-(0)3496-70099-29
Mail: homoeopathie@bachstadt-koethen.de.

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