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Liebe Leserinnen und Leser,

nun herrscht Klarheit: Homöopathie ist ab dem 1. Januar 2027 keine GKV-Leistung mehr. Dies hat der Bundestag am 10. Juli beschlossen, der Bundesrat hat das akzeptiert.
Die Entscheidung betrifft Millionen Patientinnen und Patienten, für die Homöopathie fest in ihr Gesundheitskonzept gehört. Sie hilft vielen Patientinnen und Patienten - in der Selbstmedikation oder in den Praxen, daran wird sich nichts ändern. Das Problem: Vor allem Familien, ältere Menschen und chronisch Kranke werden finanziell stärker belastet. Uns wird ohne Not eine wirksame, effiziente und sichere Methode genommen. Homöopathie hat sich nachweislich über Jahrzehnte in der Praxis bewährt, dass erleben wir selbst und das wird durch Studien aus der Versorgungsforschung bestätigt. Doch was Lauterbach nicht schaffte, ist nun von der Union durchgesetzt worden. Das Gesetz wurde durch alle parlamentarischen Instanzen gejagt, ohne Debatte, ohne zuzuhören.

Homöopathie ist wirksam und sicher - und wird deshalb stark nachgefragt. Darüber entscheidet kein Parlament!

Das verabschiedete Beitragsstabilisierungsgesetz war keine Sternstunde unserer parlamentarischen Demokratie. Erst vor zwei Jahren haben sich rund 200.000 Menschen in einer Bundestags-Petition Pro-Homöopathie ausgesprochen. In der aktuellen Kampagne haben sich viele zivilgesellschaftliche Gruppierungen schriftlich und mündlich konstruktiv mit Lösungsvorschlägen, Antworten und Fakten eingebracht und den Dialog gesucht - sie wurden nicht angehört.

Deutlich ist, es geht nicht um Finanzierungslücken und Wissenschaft. Die Finanzkommission hat den Weg mit der Bemerkung vorgegeben, vorherigen Regierungen habe der politische Wille zum Streichen der Homöopathie gefehlt. Das vorgeschobene Narrativ der fehlenden Wissenschaftlichkeit der Homöopathie wurde als Textbaustein gesprochen oder geschrieben - selbst als Antwort, in denen es um nichts anderes ging als der aktuellen Studienlage zur Homöopathie. Politik hat hier die Wissenschaft für ihre Ideologie missbraucht.
Bestürzend ist, dass sich wenige Tage nach der Abstimmung die AFD-Fraktion NRW bei uns meldet. Es wird gefragt, ob wir als Experten für die Fraktion zur Verfügung stehen würden.

Selbstverständlich nicht!

Der BPH positioniert sich deutlich gegen Rechtsextremismus und spricht sich für eine offene, pluralistische sowie tolerante Gesellschaft aus. ➡️ Zum Statement gegen Rechtsextremismus.
Mit freundlichen Grüßen,
Meinolf Stromberg

Vorstand des Bundesverbands Patienten für Homöopathie e.V. - BPH



➡️ Der Bundesverband Patienten für Homöopathie (BPH) beteiligt sich aktiv an der gesundheitspolitischen Diskussion. Stellungnahmen, Interviews und Artikel zum GKV-Beitragsstabilitätsgesetz finden Sie unter GKV Reform 2026.
➡️ BPH informiert: Änderungen bei der Erstattung homöopathischer Leistungen. Der BPH gibt Tipps, wie auch in Zukunft ärztliche Homöopathie in Anspruch genommen werden kann. Zum Beitrag
Wir freuen uns über Ihre Fragen und Standpunkte. Schreiben Sie uns an: info@bph-online.de
Der nächste Informationsdienst erscheint Mitte September.
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