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Mai Newsletter 2026
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Liebe Leserin, lieber Leser,
unser Protest gegen das Streichen der Homöopathie und der Anthroposophischen Medizin aus der gesetzlichen Krankenversicherung kommt an. Als Reaktion hat nun Simone Borchardt (CDU), sie ist die gesundheitspolitische Sprecherin der Union, ein Musterschreiben an ihre Kollegen geschickt. So soll es den Abgeordneten leichter gemacht werden, auf kritische Briefe von uns Bürgerinnen und Bürgern zu antworten. Verschiedene Medien zitieren aus dem Brief. Es geht um: Familienversicherung, Bürgergeld und Homöopathie (!). Simone Borchardt schreibt: "Für die Wirksamkeit homöopathischer und anthroposophischer Arzneimittel und Leistungen liegt keine hinreichende wissenschaftliche Evidenz nach den anerkannten wissenschaftlichen internationalen Standards vor."
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Da fragen wir uns, auf welche Quellen sich Frau Borchardt mit dieser Aussage bezieht und ob sie die aktuelle Studienlage so wenig kennt? Wir fragen uns auch, ob sie die Post überhaupt liest und sich mit den Argumenten ihrer Wählerinnen und Wählern auseinandersetzt? Wir finden es manipulativ von Simone Borchardt, eine solche Behauptung an ihre Kolleginnen und Kollegen zu verschicken, die natürlich ihrer gesundheitspolitischen Sprecherin vertrauen.
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Vor genau zwei Jahren waren die Petenten der Bundestagspetition gegen Lauterbachs (SPD) Versuch, die Homöopathie aus der GKV zu streichen, in den Petitionsausschuss des Bundestags geladen. Rund 200.000 Menschen hatten sich für die Homöopathie in der GKV ausgesprochen. Dass diese Petition heute von den Abgeordneten nicht mehr beachtet wird, löst Verwunderung und Frust aus. Simone Borchardt, vor zwei Jahren noch Oppositionspolitikerin, begrüßte die Petenten mit der Aussage: „Ich danke Ihnen sehr ausdrücklich, wirklich, für diese Petition.“(zitiert nach taz, 3.6.2024)
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Sehr geehrte Frau Borchardt, wo bleibt Ihre Glaubwürdigkeit?
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Meinolf Stromberg, BPH-Vorsitzender
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Die Mai-Ausgabe des BPH-'Informationsdienst Homöopathie' kannst Du hier lesen.
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In dieser Ausgabe lassen wir den Kinder- und Jugendarzt und Wissenschaftler Prof. Dr. med. David Martin von der Universität Witten-Herdecke zu Wort kommen. Er sagt:
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➡️ "Homöopathie für Kinder aus der GKV zu streichen ist unethisch, da ihnen eine wirksame Methode vorenthalten würde."
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Am 10. Juni demonstrieren wir in Berlin
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Am 11. Juni wird im Bundestag über das GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetz beraten. Mit dabei: Die geplante Streichung von Homöopathie und Anthroposophischer Medizin als Leistung der gesetzlichen Krankenkassen.
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Einen Tag vorher machen wir sichtbar, worum es dabei geht: Um Millionen Menschen, die diese Therapien nutzen und deren Stimmen in der Debatte bisher nicht vorkommt.
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➡️ Am 10.06.2026 stellen wir 600 leere Stühle auf den Pariser Platz am Brandenburger Tor in Berlin auf.
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Jeder dieser Stühle steht symbolisch für 10.000 Menschen: Zusammen für die 6 Millionen Patient:innen, die jedes Jahr Homöopathie und Anthroposophische Medizin als Kassenleistung in Anspruch nehmen. 6 Millionen Patient:innen, deren Behandlung gestrichen werden soll. Die Botschaft: „Wir sind Millionen. Lasst uns entscheiden.“
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Homöopathie aus der GKV zu streichen ist unethisch & unsozial
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Homöopathie für Kinder zu streichen ist unethisch, sagt der Kinderarzt und Wissenschaftler Prof. Dr. med. David Martin von der Universität Witten-Herdecke. Er begründet dies mit überzeugenden Studien aus der Versorgungsforschung, die zeigen, dass mit Hilfe der Homöopathie der Antibiotikaeinsatz um 43 bis 57 Prozent gesenkt werden kann. Das Mikrobiom der ersten Lebensjahre prägt das Immunsystem lebenslang, Antibiotika stören aber diese Entwicklung massiv. Die Folge können viele schwerwiegende Erkrankungen sein.
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Nicht nur unethisch, auch unsozial
Kindern Homöopathie vorzuhalten ist nicht nur medizinisch unethisch – es ist auch unsozial. Es gilt, dass verordnete homöopathische Arzneimittel als Regelleistung von der Krankenkasse für Kinder bis zum 12. Lebensjahr erstattet werden. Bis jetzt. Geplant ist, diese Regel abzuschaffen. Dann werden viele Eltern aus finanziellen Gründen auf homöopathische Arzneien verzichten müssen.
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GKV-Gesetz im Hauruck-Verfahren
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- 11./12. Juni 2026: 1. Lesung Bundestag
- danach Überweisung an den Gesundheitsausschuss
- Anhörung der Verbände - noch nicht terminiert
- 26./27. Juni 2026: geplante 2./3. Lesung Bundestag
- 10. Juli Bundesrat
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Informieren & aktiv sein:
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Das kannst Du tun
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- schreib deinem Abgeordneten, einen Musterbrief findest Du hier
- oder, besuch deinen Abgeordneten und erkläre, warum Homöopathie für dich wichtig ist
- zeig deine Stimme bei weil`s hilft! - über 50.000 Menschen haben schon unterschrieben
- verteil Unterschriftenlisten in deinem Umfeld
- häng ein Plakat in einem Fenster auf...
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