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Liebe Leserinnen und Leser,
zunächst möchten wir Ihnen, Herr Dr. Carsten Linnemann, herzlich zu Ihrem neuen Amt als Bundesminister für Gesundheit gratulieren. Als Volkswirt und ausgewiesener Wirtschaftspolitiker möchten wir Sie in dieser Ausgabe mit der aktuellen Situation der Homöopathie in unserem Gesundheitssystem vertraut machen. Dabei geht es nicht nur um die Frage ihrer Wirksamkeit, sondern ebenso um einen Aspekt, der für Sie als Wirtschaftswissenschaftler von besonderem Interesse sein dürfte: die Wirtschaftlichkeit der Homöopathie.
Wir wissen: Homöopathie kann Kosten sparen, den Medikamentenverbrauch reduzieren und Folgekosten unerwünschter Nebenwirkungen vermeiden. Jenseits der Kostenfrage zeigen die meisten Studien den Behandlungserfolg, der im Rahmen der homöopathischen Therapie erzielt wurde. Quelle
Wir zeigen in dieser Ausgabe, warum die Strukturreform die Chance bietet, doch noch für Therapievielfalt und damit auch für Behandlungsgerechtigkeit zu sorgen. Denn das Beitragsstabilisierungsgesetzt nimmt die Homöopathie ab Januar 2027 vollständig aus der Erstattung.
Und was dann? Was machen dann austherapiert kranke Menschen, die dank Homöopathie ihre Lebensqualität wieder gewonnen haben? Was machen Patientinnen und Patienten, die konventionelle Arzneien nicht vertragen und was machen Menschen, die aufgrund ihrer Gesundheitskompetenz sich und ihre Familie mit Homöopathie behandeln und das gerne auch in komplizierten Fällen durch einen entsprechend ausgebildeten Therapeuten fortsetzen möchten?
Und die Kinder? Ihnen wurde die Erstattung ärztlich verordneter homöopathischer Arzneimittel bereits gestrichen. Das ist unsozial, unwirtschaftlich, macht therapeutisch keinen Sinn und schränkt die ärztliche Therapiefreiheit ein.
Wir wissen: Viele Menschen, die Homöopathie nutzen, verstehen Gesundheit als etwas, an dem sie selbst aktiv mitwirken können. Studien zeigen, dass sie sich häufig intensiv informieren, verschiedene Möglichkeiten der Gesundheitsversorgung abwägen und stärker in Entscheidungen über ihre Behandlung einbezogen sein möchten. Quelle
Sehr geehrter Herr Linnemann, die Homöopathie hat viel für die Gesundheit von Menschen zu bieten - aber auch für die Wirtschaftlichkeit des Gesundheitssystems. Homöopathie kann Teil der Lösung sein. Wir stehen für eine offene gesellschaftliche Debatte und möchten auch mit Ihnen ins Gespräch kommen.
Mit freundlichen Grüßen,
Meinolf Stromberg

Vorstand des Bundesverbands Patienten für Homöopathie e.V. - BPH
Reduktion unnötiger Antibiotika ist primäre Prävention

"Homöopathie muss als gesundheitswirtschaftliche Investition gesehen werden"

Prof. Dr. med. David Martin hat vorhandene Studien zur Homöopathie, die in peer-reviewed Journalen erschienen sind, gesichtet. Er kommt zu dem Schluss, dass „Homöopathie als gesundheitswirtschaftliche Investition“ gesehen werden muss, da sie insbesondere einen Beitrag gegen Antibiotikaresistenzen (AMR) leisten kann. Vier wichtige Aussagen aus den gesichteten Studien:

1. Die ökonomische Realität: Direkte Einsparungen

„Würde nur 10 % der Primärversorgung auf homöopathische Praxis umgestellt, ergäbe sich eine Einsparung von mehreren hundert Millionen Euro jährlich.“

2. Der Schlüsselhebel: Reduktion von Antibiotikaresistenzen (AMR)

„Prävention durch Homöopathie ist keine Nischenmaßnahme – sie ist ein zentraler Hebel der europäischen Gesundheitspolitik.“

3. Langfristiger Schutz: Das kindliche Mikrobiom

„Schutz des kindlichen Mikrobioms durch Reduktion unnötiger Antibiotika ist primäre Prävention – und damit harte Ökonomie.“

4. Die Gesamtheit der klinischen Forschung zur Homöopathie

„Die Evidenzlage ist nicht schwach – sie ist bei der richtigen Therapieform (individualisiert) besonders stark in den besten Studien.“
Quellen

Prof. Dr. med. David Martin ist Kinder- und Jugendarzt, pädiatrischer Endokrinologe, Onkologe, Diabetologe und Hämatologe. Er leitet das Institut für Integrative Medizin (IfIM) und den Gerhard Kienle Lehrstuhl für Medizintheorie, Integrative und Anthroposophische Medizin. Er ist Co-Leiter des Interdisziplinären Graduiertenkollegs für Integrative Medizin und Gesundheitswissenschaften (IGIM) und des Forschungs- und Lehrzentrums Herdecke (FLZ).
Therapievielfalt als Teil der Strukturreform

Homöopathie schließt therapeutische Lücken vor allem bei chronisch kranken Menschen

Der Erfolg der Homöopathie bei „austherapierten“ Fällen: Bis zu 87 Prozent der Nutzer geben an, dass Homöopathie dort hilft, wo die konventionelle Medizin versagt hat oder aufgrund von Nebenwirkungen abgebrochen werden musste. Ärztinnen und Ärzte nutzen Homöopathie als integrativ-medizinische Ergänzung, um individuelle und nachhaltige Heilungserfolge bei chronischen Erkrankungen zu erzielen. Quelle
Vier Beispiele stehen für Millionen Menschen, die in einer Kassenpraxis mit Hilfe der Homöopathie erfolgreich behandelt werden. Was diese Beispiele vereint: die konventionelle Medizin ist bei den geschilderten chronischen Leiden an ihre Grenze gestoßen.

Therapievielfalt erhöht die Chancen, chronisch kranken Menschen ihre Lebensqualität und oft auch ihre Gesundheit wiederzugeben.
Was passiert, wenn Homöopathie aus der GKV gestrichen wird. Patienten berichten.

1. Ein Musiker, der seine Hände und seinen Beruf zurückgewonnen hat

Der Patient hat zahlreiche Ärztinnen und Ärzte aufgesucht. Einhellige Meinung, seine Hauterkrankung ließe sich nur mit Cortison lindern, aber nicht nachhaltig heilen. Er entschied sich, einen Versuch mit Homöopathie zu wagen. Die Behandlung zeigte nach einiger Zeit Wirkung: Zwar verlief die Besserung in Wellen mit Höhen und Tiefen, doch bereits einem halben Jahr hatte sich sein Zustand deutlich verbessert. Mittlerweile ist er seit mehreren Jahren beschwerdefrei.
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2. Eine Migränepatientin, die nach Jahrzehnten wieder ohne Anfälle leben kann


Die Patientin litt seit 1988 unter schwerer Migräne und durchlebte einen langen Leidensweg. Viele Therapien brachten keine Besserung, auch verschriebene Triptane konnte sie nicht wirksam einsetzen, da ihre Migräneattacken meist nachts begannen. Schmerzen, Arbeitsausfälle und die Belastung für ihre Familie bestimmten ihren Alltag. In diesem Video berichtet sie von ihrem persönlichen Weg und ihren Erfahrungen mit einer homöopathischen Behandlung.
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3. Ein Migräne-Patient, der seit Jahren keinen Krankheitstag mehr hatte

Der Patient leidet seit seinem 21. Lebensjahr unter Migräne. Die Migräneattacken setzten ihn so außer Gefecht, dass er mehrere Tage am Stück krankgeschrieben war und seinen Alltag kaum bewältigen konnte. Auf der Suche nach Hilfe war er unter anderem in der Kopfschmerzsprechstunde der Charité - er galt als austherapiert. Durch die homöopathische Therapie hat er sein Leben zurück.
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4. Eine Patientin, die sagt: „Mein Leben gehört wieder mir“

Seit ihrem 16. Lebensjahr litt die Patientin unter schwerer Migräne. Die Attacken dauerten oft mehrere Tage und traten zuletzt fast wöchentlich auf. Trotz anfänglicher Skepsis und vieler erfolgloser Vorbehandlungen entschied sie sich für einen Therapieversuch mit Homöopathie. Die Attacken wurden dadurch zunehmend seltener, heute ist sie seit mehreren Monaten migränefrei. Zum Video
Kommentar von Meinolf Stromberg, BPH-Vorsitzender

"Die GKV-Strukturreform kann für mehr Vielfalt im Gesundheitssystem die Türe öffnen"

Unser Gesundheitssystem braucht mehr Wettbewerb, bessere Versorgungsmodelle und vor allem eine stärkere Orientierung an den Bedürfnissen der Versicherten – also der Patientinnen und Patienten. Denn sie müssen bei jeder Reform im Mittelpunkt stehen. Ihr Wunsch nach einer guten, individuellen und möglichst vielfältigen medizinischen Versorgung sollte der Maßstab sein.
Auch der GKV-Spitzenverband fordert eine Stärkung des selektivvertraglichen Wettbewerbs. Darin liegt eine Chance: Wenn Krankenkassen mehr Möglichkeiten erhalten, unterschiedliche Versorgungsangebote zu entwickeln, kann daraus auch mehr Therapievielfalt entstehen. Entscheidend ist, wie viel Gestaltungsspielraum ihnen dafür eingeräumt wird.
Warum also nicht ein Modul „Therapievielfalt“?

Ein solches Modell könnte Versicherten ermöglichen, sich bewusst für unterschiedliche Versorgungsangebote zu entscheiden und damit auch Therapien einzubeziehen, die ihren individuellen Vorstellungen entsprechen. So ließe sich Wettbewerb mit mehr Wahlmöglichkeiten und einer stärkeren Orientierung an den Patientinnen und Patienten verbinden.
Die anstehende Strukturreform bietet die Chance, Fehlentwicklungen der vergangenen Monate zu korrigieren. Ziel sollte eine Versorgung sein, die die Möglichkeiten der Medizin und der Prävention ausschöpft und Ärztinnen und Ärzten zugleich die notwendigen organisatorischen und therapeutischen Freiräume lässt.

Und vielleicht sollte bei einer solchen Reform auch stärker denen zugehört werden, um die es letztlich geht: den Patientinnen und Patienten.
Wir freuen uns über Ihre Fragen und Standpunkte. Schreiben Sie uns an: info@bph-online.de
Der nächste Informationsdienst erscheint Mitte Oktober.
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