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Liebe Leserinnen und Leser,
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vom 28. bis 30. November tagt die Bundesdelegiertenkonferenz (BDK) der Grünen. Wie schon in den vergangenen Jahren liegt wieder ein Antrag vor, die Homöopathie aus dem Leistungskatalog der gesetzlichen Krankenversicherung zu streichen und ihr die die Apothekenpflicht zu nehmen.
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Es ist bereits der dritte politische Vorstoß dieser Art in diesem Jahr – einer kam von der SPD, zwei von den Grünen. Gemeinsam ist ihnen: der Inhalt, die schwachen Argumente und bislang auch das Ergebnis – keiner kam durch. Eine bewährte medizinische Methode, die von rund der Hälfte der Bevölkerung genutzt wird, während eines Parteitags unter dem Tagesordnungspunkt "Vermischtes" aus dem Gesundheitssystem zu kicken, ist kein guter Stil.
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Es finden in den Parteien keine Fachgespräche, keine Debatten statt – die 'Wissenschaft' wird vorgeschoben, um ideologisch getragene Anträge zu rechtfertigen.
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Die Anträge bei den Grünen wurden von Änderungsanträgen begleitet, die sich für eine patientenzentrierte Medizin und Therapievielfalt - begründet und belegt - einsetzen. Der BDK 25 Ende November liegt jetzt auch ein Änderungsantrag des Grünen-Bundesvorstands vor, der die Homöopathie als Teil des GKV-Systems vorsieht. Dieser Antrag ist ein Kompromiss, vielleicht der Einstieg in eine Debatte.
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Wir haben uns die Anträge genauer angesehen und ihre Begründungen überprüft. Die wichtigsten Ergebnisse stellen wir Ihnen hier vor.
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Mit freundlichen Grüßen Meinolf Stromberg Vorstand des Bundesverbands Patienten für Homöopathie e.V.
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RÜCKBLICK
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- 2024: Gesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) scheitert mit dem Versuch, die Homöopathie aus der GKV zu streichen – u. a. am starken Protest des Bürgerbündnisses „weil’s hilft!“ und 200.000 Unterschriften einer Bundestagspetition. ¹
- Januar 2025: Auf der Grünen-BDK liegt ein Anti-Homöopathie-Antrag vor – er ist nicht mehrheitsfähig.
- Juni 2025: Beim SPD-Parteitag soll über das Homöopathie-Aus abgestimmt werden – der Antrag landet ohne Entscheidung bei der Fraktion.
- November 2025: Die BDK II der Grünen befasst sich erneut mit einem Antrag zum GKV-Ausschluss. Dieser provoziert Pro-Homöopathie Änderungsanträge – auch einen Änderungsantrag vom Grünen-Bundesvorstand.
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Die Anti-Homöopathie Anträge ähneln sich in Ton, Argumentation und Forderung – und sie halten keinem Faktencheck stand.
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Homöopathie ist Teil der Lösung -
Für Patientinnen, Patienten - und das Gesundheitssystem
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Themen, die zeigen, warum Homöopathie einen festen Platz im Gesundheitssystem hat – und warum die Anträge nicht greifen. Hier geben wir einen kompakten Überblick, weiterführende Quellen finden Sie im Anschluss.
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1. Wählerinnen und Wähler nutzen Homöopathie
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- 50–70 % der Bundesbürger haben laut Umfragen Erfahrungen mit Homöopathie gesammelt – zumeist gute. ²
- Sie wird sowohl in der Selbstmedikation als auch in der Praxis eingesetzt, häufig bei chronischen Erkrankungen.
- Der Bertelsmann Gesundheitsmonitor fand heraus: „Die Patienten gehen dorthin [homöopathischen Arzt], weil anderswo keine Besserung erreicht wurde oder sie sich einen Arzt mit mehr Zeit wünschen (49 bzw. 48 Prozent).“ ³
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Wer Homöopathie streicht, nimmt eine bewährte Methode – ersatzlos.
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2. Homöopathie ist sicher
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- Es liegen keine belastbaren Daten vor, die belegen, dass durch Homöopathie notwendige Therapien verschleppt oder Patientinnen / Patienten gefährdet werden.
- Im Gegenteil: Homöopathische Arzneimittel
- unterliegen der Kontrolle des BfArM,
- sind apothekenpflichtig,
- werden von Ärztinnen/Ärzten oder HeilpraktikerInnen qualifiziert angewendet.
So wird ein hohes Maß an Patientensicherheit gewährleistet.
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Wer Homöopathie streicht, ignoriert ein sicheres und funktionierendes System – seit Jahrzehnten bewährt.
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3. Wer Homöopathie streicht, verschiebt Kosten
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- Homöopathische Leistungen machen nur 0,03 % der GKV-Gesamtausgaben aus. ⁴
- Eine Streichung führt nicht zu Einsparungen, da Patientinnen und Patienten konventionell behandelt werden müssten.
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Wer Homöopathie streicht, spart nichts - verspricht aber viel.
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4. Homöopathie nutzt dem Patienten und der Gesellschaft
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- Forschung zeigt: Homöopathie kann Kosten senken. ⁵ ⁶
- Versorgungsstudien bestätigen: Nebenwirkungen werden vermieden und Medikamentenverbrauch reduziert. ⁷ ⁸ ⁹
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Wer Homöopathie streicht, handelt ökonomisch fahrlässig - ganz bewusst.
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5. Die Anwendung der Homöopathie ist wissenschaftsbasiert
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- Homöopathie ist eine wissenschaftsfundierte, individualisierte Medizin. Die methodische Anwendung des Simile-Prinzips macht die Homöopathie nachvollziehbar. ¹⁰
- Die Homöopathie kann im Sinne einer patientenzentrierten, pluralistischen Medizin und pragmatisch orientierten Therapiefreiheit einen wertvollen Beitrag zur Gesundheitsversorgung leisten. ¹¹
- Die Universität Bern kommt zu dem Schluss: „Homöopathische Präparate zeigen spezifische Wirkungen, die sich von Placebo unterscheiden, wenn sie adäquat eingesetzt werden.“ ¹²
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Wer Homöopathie streicht, ignoriert den Stand der Wissenschaft – vorsätzlich.
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Fazit: Homöopathie ist ein etablierter und wirksamer Teil des Gesundheitssystems.
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Über 30 Millionen Menschen in Deutschland nutzen Homöopathie, zwei Drittel der gesetzlichen Krankenkassen erstatten sie auf freiwilliger Basis.
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Homöopathische Arzneimittel sind apothekenpflichtig und sinnvoll reguliert. Homöopathie wird von gut ausgebildeten Therapeuten eingesetzt. Dieses System garantiert Patientensicherheit und Therapievielfalt - Grundpfeiler einer modernen, pluralen Medizin.
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Homöopathie ist praktizierte Realität in der Versorgung.
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➜ Wir freuen uns über Ihre Fragen und Standpunkte. Schreiben Sie uns an: info@bph-online.de
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Quellen
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Alle Quellen wurden nach bestem Wissen ausgewählt und überprüft. Zitate sind im jeweiligen Kontext wiedergegeben.
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