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Liebe Leserinnen und Leser,
Homöopathie ist evidenzbasierte Medizin und in der Praxis kosteneffizient. Mit diesen beiden Aussagen beschäftigen wir uns im Januar-Newsletter des Bundesverbands Patienten für Homöopathie (BPH). Im GKV-Verteilungsgerangel wird die Homöopathie immer mal wieder von Verbänden und Politikern auf die Streichliste gesetzt. Aus unserer Sicht verbirgt sich dahinter entweder Unwissenheit oder das bewusste Zünden einer Nebelkerze.

Ökonomisch macht es keinen Sinn, die freiwillige Kassen-Leistung Homöopathie zu streichen. Sie macht lediglich 0,03 Prozent der GKV-Gesamtausgaben aus. Das Streichen der Homöopathie kann für das System aber teuer werden, da Patienten und Kosten in die konventionelle Medikation verschoben werden.
Das Festhalten an einer Versorgung, die komplementäre Methoden ausschließt, jährlich teurer und zugleich medizinisch ineffektiver wird, macht keinen Sinn. Zu einer Gesundheitsreform gehören neue Wege - die Integrative Medizin mit ihrem pluralen Ansatz ist ein solcher.
Die Homöopathie in der Kassen-Praxis kann Nutzen für die GKV haben. Studien aus der Versorgungsforschung zeigen viele Effekte, die genau bei den Problemen des Systems ansetzen. Beobachtungsstudien liefern wertvolle klinisch relevante Informationen darüber, wie sich eine Behandlung im Versorgungsalltag bewährt. Wir stellen weiter unten Ergebnisse vor.
"Beobachtungsstudien zeigen mehrheitlich, dass unter den Bedingungen des medizinischen Alltags die homöopathische Behandlung eine große (statistisch signifikante) Wirksamkeit aufweist." Dr. med. Mirko Berger, Arzt und Wissenschaftsexperte
Eine Reform ist notwendig. Sie darf aber nicht zu Lasten der Versicherten gehen. Weniger Leistungen, mehr Kosten und längere Wartezeiten sind nicht die Lösungen für kranke Menschen.
Damit eine grundlegende Reform unseres Gesundheitssystems funktioniert, müssen Vorschläge eine spürbare Wirkung entfalten können, sie dürfen die Bevölkerung nicht überfordern und politisch vermittelbar sein.
Es spricht vieles für ein Medizinsystem, in dem durch einen Methodenpluralismus eine wesentlich individuellere Therapie angeboten werden kann. Umfragen zeigen, dass die Bevölkerung sich Homöopathie in der Versorgung wünscht - Compliance ist ein erster Schritt zur Gesundheit.
Der BPH steht für die gesellschaftliche Debatte und möchte auch mit Ihnen ins Gespräch kommen. Ihre Haltung zum Themen 'Pluralismus in der Medizin' interessiert uns, schreiben Sie an: info@bph-online.de.

Mit freundlichen Grüßen
Meinolf Stromberg
Vorstand des Bundesverbands Patienten für Homöopathie e.V.

Homöopathie in der Versorgung - weniger Kosten, weniger konventionelle Arzneimittel, weniger Krankschreibungen und AU-Tage

Die französische EPI3-Kohortenstudie wurde in den Jahren 2012-2016 in der Primärversorgung durchgeführt. Es wurden 8.559 Patienten untersucht, die von 825 Allgemeinärzten wegen Muskel- und Skeletterkrankungen, Schlaf-, Angst-und depressiver Störungen oder Infektionen der oberen Atemwege behandelt wurden.

Angesichts der weltweit zunehmenden Polypharmazie, besonders im höheren Alter, liefert die Studie einen wichtigen Beitrag und ergänzt entsprechende Ergebnisse aus anderen europäischen Ländern. Zudem weist sie auf mögliche positive Effekte der Homöopathie innerhalb eines integrierten Versorgungsmodells hin.

Weitere Ergebnisse
  • Ca. 50 Prozent weniger Verschreibungen von Antibiotika, Entzündungshemmern und fiebersenkenden Arzneien in homöopathischen Praxen bei ebenbürtigem Therapieerfolg wie in konventionellen Praxen.
  • Ca. 50 Prozent weniger Verschreibung nichtsteroidaler Antirheumatika und Schmerzmittel, dabei kein signifikanter Unterschied zur konventionellen Gruppe in den Behandlungsergebnissen nach 12 Monaten.
  • Der Rückgang von Symptomen war in homöopathischen Praxen größer als in konventionellen. Gleichzeitig betrug die Wahrscheinlichkeit einer Verordnung von Psychopharmaka in der Gruppe der homöopathisch Behandelten weniger als ein Drittel im Vergleich zu konventionelle behandelten Patienten.

Eine Erhebung der Securvita-Krankenkasse

Die Securvita Krankenkasse hat im Jahr 2020 die Daten von 15.700 Versicherten, die mindestens drei Jahre lang regelmäßig bei homöopathischen Kassenärzten in Behandlung waren, auswerten lassen. Verglichen wurde diese Gruppe mit Versicherten, die keine Homöopathie in Anspruch nahmen. Zur Auswertung.

Die Auswertung zeigt:
  • Verbesserungen der Lebensqualität unter homöopathischer Behandlung.
  • Bei krebskranken und mehrfach erkrankten Patienten nahm der Bedarf an Schmerzmitteln im Verlauf der Behandlung ab, während er in der Vergleichsgruppe zunahm.
Auch Krankenhausdaten sprechen für positive Effekte:
  • Bei Erwachsenen mit Depressionen sank die Zahl der Krankenhauseinweisungen unter homöopathischer Behandlung um 9,8 Prozent. In der konventionell behandelten Vergleichsgruppe stiegen sie hingegen um fast 32,6 Prozent.
Ein ähnliches Bild zeigt sich bei den
  • Arbeitsunfähigkeitszeiten aufgrund von Depressionen, die wirtschaftlich besonders relevant sind. Diese gingen unter Homöopathie um 16,8 Prozent zurück, während sie bei rein schulmedizinischer Behandlung um 17,3 Prozent zunahmen.
Eine konsequente homöopathische Behandlung durch gut ausgebildete Ärztinnen und Ärzte kann von großem volkswirtschaftlichen Nutzen sein.

Rechnet sich Homöopathie für das Gesundheitssystem?

Dieser Frage ging der Hamburger Arzt und Wissenschaftsexperte Dr. med. Mirko Berger nach und sichtete aktuelle Studiendaten. Sein Fazit:
Die Zusammenschau der Studiendaten lässt den Schluss zu: Homöopathie kann Kosten sparen, den Medikamentenverbrauch reduzieren und Folgekosten durch Vermeidung von unerwünschten Nebenwirkungen verringern. Jenseits der Kostenfrage unterstreichen die meisten Studien den Behandlungserfolg, der im Rahmen der homöopathischen Behandlung erzielt wurde.
Zu den Studiendaten.
Wir freuen uns über Ihre Fragen und Standpunkte. Schreiben Sie uns an: info@bph-online.de
Der nächste Informationsdienst erscheint Mitte Februar. Darin beschäftigen wir uns weiter mit dem aktuellen Stand der Homöopathie-Forschung.
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