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Liebe Leserinnen und Leser,
in dieser Dezember-Ausgabe stellen wir die Patientinnen und Patienten in den Mittelpunkt. Wir zeigen, wer Homöopathie nutzt, wie sie eingesetzt wird und was Umfragen und Studien über ihre Rolle in Gesellschaft und Gesundheitswesen aussagen – in Deutschland und Europa.
Zu verstehen, wie Patientinnen und Patienten mit Homöopathie umgehen, ist zentral. Nur auf dieser Grundlage lässt sich fundiert über Homöopathie im Gesundheitssystem entscheiden – oder seriös über berichten.

Therapievielfalt ist notwendig, denn die konventionelle Medizin ist nicht in allen Fällen der Weisheit letzter Schluss. Gerade bei chronischen Erkrankungen berichten viele Betroffene, dass sie an einem Punkt nicht mehr weiterkamen - die Therapie stagnierte. Auf der Suche nach Alternativen lernen sie viele die Homöopathie kennen. Häufig nimmt die Krankheitsgeschichte dann einen anderen Verlauf.

Auch diese Patientinnen und Patienten zahlen in das GKV-System ein und erhalten eine Therapie, die sie benötigen. Nach dem Willen der Grünen soll ihnen die Homöopathie künftig nicht mehr zu Lasten der GKV möglich sein - so beschlossen auf der Bundesdelegiertenkonferenz Ende November. Welche Folgen das für erkrankte Menschen hätte, scheint dabei nicht bedacht worden zu sein. Aus unserer Sicht basiert dieser Beschluss auf vorgeschobenen ökonomischen Argumenten und ignoriert den aktuellen Stand der Wissenschaft.
Dabei macht Homöopathie lediglich rund 0,03 Prozent der GKV-Gesamtausgaben aus. Klar ist: Wer Homöopathie streicht, verlagert Patienten und Kosten in die konventionelle Versorgung - vielleicht ist das ja Sinn des Manövers?
Wir wünschen Ihnen eine entspannte Weihnachtszeit und einen guten Start ins neue Jahr.

Mit freundlichen Grüßen
Meinolf Stromberg
Vorstand des Bundesverbands Patienten für Homöopathie e.V.

Wer Homöopathie nutzt

Die Übersicht
  • 60 % der Deutschen haben bereits homöopathische Arzneimittel verwendet.
  • Frauen nutzen Homöopathie deutlich häufiger (69 %) als Männer (50 %).
  • Westdeutsche greifen öfter zu homöopathischen Arzneimitteln (63 %) als Ostdeutsche (44 %).
  • Personen mit höherem sozioökonomischem Status verwenden Homöopathie häufiger als solche mit niedrigerem Status .
Bildung und Einkommen
  • Akademikerinnen und Akademiker nutzen Homöopathie überdurchschnittlich häufig (62 %).
  • Menschen mit einem Haushaltsnettoeinkommen über 3.000 Euro greifen ebenfalls häufiger zu homöopathischen Arzneimitteln (59 %) .
Altersverteilung
  • Am häufigsten nutzen Personen im Alter von 45 bis 59 Jahren Homöopathie (61 %).
  • Auch bei den 30- bis 44-Jährigen ist die Nutzung hoch (59 %).
  • Auch bei den 18- bis 29-Jährigen haben mehr als die Hälfte (57 %) bereits homöopathische Mittel verwendet.
  • Die über 60-Jährigen nutzen Homöopathie am seltensten (43 %) .
Homöopathie ist in Deutschland in allen Bevölkerungsgruppenweit weit verbreitet. Besonders Frauen, Menschen mit höherem Bildungsniveau und höherem Einkommen sowie mittleren Alters nutzen homöopathische Arzneimittel besonders häufig.
Quellen und weitere Informatioen: www.homoeopathie-online.info/fakten-wer-homoeopathie-nutzt

Wie Patientinnen und Patienten Homöopathie nutzen

Homöopathie wird von der Bevölkerung zielgenau genutzt. Das setzt Wissen voraus, das unter anderem vom Bundesverband Patienten für Homöopathie (BPH) vermittelt wird. Beispiele:
Selbstmedikation | "Wir sind in der dritten Generation von der Homöopathie begeistert", erzählt Carola Schumann im BPH-Video. Die Homöopathie wird in ihrer Familie bei akuten Erkrankungen oder leichteren Verletzungen in der Selbstmedikation eingesetzt. Begleitet wird die Familie von einer homöopathisch tätigen Ärztin. Sie hilft weiter, wenn ärztlicher Rat notwendig ist. Die Geschichte von Carola Schumann ist typisch, so nutzt rund die Hälfte der Bevölkerung Homöopathie. Zum Video
Die ärztliche Sicht: Dr. Ina Chammah, Allgemeinärztin / Homöopathie aus Braunschweig gibt ihren Patientinnen und Patienten Tipps zur Selbstmedikation. Das Spektrum: leichtere Erkrankungen oder akute Verletzungen. Das Ergebnis: Wachsende Gesundheitskompetenz, weniger Wartezeiten in der Praxis, kosteneffizient für das System. Zum Video

Chronische Krankheiten | "Ich ging in der Kopfschmerzsprechstunde der Charité. Dort wurde nur der akute Schmerz behandelt, nicht die Migräne selbst", berichtet uns ein Patient. "Man gab mir Triptane und bot weitere Medikamente zum Ausprobieren an. Die Quintessenz: Damit müssen Sie leben; Ursachen klären oder behandeln können wir nicht." Dem Patienten wurde eine homöopathisch tätige Ärztin empfohlen - wie die Therapie verlief, erzählt der Patient im Interview.
Die ärztliche Sicht: "Zu mir kommen vor allem Patienten mit chronischen oder rezidivierenden Erkrankungen. In der Regel haben sie eine erfolglose Odyssee von Arzt zu Arzt, zu verschiedenen Methoden hinter sich oder vertragen die konventionellen Medikamente nicht."
Stefanie Nadler, Ärztin für Allgemeinmedizin / Homöopathie aus Berlin. Zum Interview

Homöopathie wird bewusst, verantwortungsvoll und qualifiziert von Patientinnen und Patienten eingesetzt.

Was Umfragen und Studien zeigen

Bertelsmann Gesundheitsmonitor: Befragung von Bertelsmann Stiftung und Barmer GEK
  • Das Vertrauen in homöopathisch tätige Ärzte ist hoch: 90 % der Befragten geben großes oder sehr großes Vertrauen an. Auch die Zufriedenheit ist hoch. Zugleich sehen viele Befragte klare Grenzen: 65 % der homöopathisch Behandelten halten eine alleinige homöopathische Therapie bei schweren Erkrankungen für potenziell gefährlich.
  • Die positive Bewertung beruht vor allem auf dem Arzt-Patienten-Gespräch. Homöopathisch tätige Ärzte hören besser zu, gehen stärker auf Sorgen und Fragen ein und nehmen sich mehr Zeit für die Therapie.
  • Häufige Gründe für den Besuch sind allgemeine Beschwerden sowie chronische und akute Erkrankungen. Viele Patienten suchen Homöopathen auf, weil andere Behandlungen nicht geholfen haben oder sie sich mehr Zeit wünschen. Bis zu 87 % der Nutzer geben an, dass Homöopathie hilft, wo konventionelle Medizin versagt; bei Befragten ohne eigene Erfahrung sind es 60 %.
Zur Umfrage
ECHAMP, Europäische Herstellerverband für homöopathische und anthroposophische Arzneimittel: Profil der Anwender homöopathischer und anthroposophischer Arzneimittel
  • 79 % der Franzosen, 60 % der Deutschen, 57 % der Italiener, 47 % der Spanier und 42 % der Österreicher haben bereits homöopathische Arzneimittel verwendet.
  • Für 90 % der deutschen Anwender sind homöopathische Arzneimittel vollständig oder teilweise wirksam, 84 % der spanischen und 81 % der italienischen Anwender erklären sich mit der Behandlung zufrieden, für 74 % der französischen und 72 % der österreichischen Anwender sind homöopathische Arzneimittel wirksam.
  • Die Anwender schätzen die Homöopathie aufgrund ihrer Wirksamkeit, ihrer Sicherheit und ihrer natürlichen Substanzen.
  • Die überwiegende Mehrheit der Europäer in den untersuchten Ländern ist der Meinung, dass konventionelle und komplementäre Medizin zusammen angewendet werden können.
  • Die Mehrheit befürwortet die Erstattung der Kosten für homöopathische Arzneimittel durch die Krankenkassen.
Zur Umfrage
Schweizer Studie 'Evaluation der Komplementärmedizin' vom Bundesamt für Gesundheit

Das Hauptziel der Studie: Patientenzufriedenheit und die Wahrnehmung von Nebenwirkungen in der Homöopathie im Vergleich zur konventionellen Behandlung in der Primärversorgung zu untersuchen.
  • Insgesamt erhielten 6778 erwachsene Patienten den Fragebogen, von denen 3126 antworteten (46,1 %).
  • Statistisch signifikante Unterschiede wurden hinsichtlich
    • des Gesundheitszustands (höherer Anteil chronischer und schwerer Erkrankungen in der homöopathischen Gruppe),
    • der Wahrnehmung von Nebenwirkungen (höherer Anteil gemeldeter Nebenwirkungen in der konventionellen Gruppe) und
    • der Patientenzufriedenheit (höherer Anteil zufriedener Patienten in der homöopathischen Gruppe) festgestellt.
Ergebnis:
Die allgemeine Patientenzufriedenheit war in der homöopathischen Behandlung signifikant höher als in der konventionellen Behandlung. Homöopathische Behandlungen wurden als risikoarme Therapie mit zwei- bis dreimal weniger Nebenwirkungen als die konventionelle Behandlung wahrgenommen.
Zur Studie
Wir sehen: Patientinnen und Patienten setzen Homöopathie verantwortungsvoll ein. Homöopathie überzeugt durch ihre Wirksamkeit und Sicherheit und dass Miteinander von homöopathischer und konventioneller Medizin.

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