Weltkongress der homöopathischen Ärzte ist eröffnet!

Weltkongress der homöopathischen Ärzte ist eröffnet!

Foto: Christoph Trapp

Leipzig, 14. Juni 2017. „Networking in Medical Care – Ärztliche Zusammenarbeit zum Wohle des Patienten“ lautet das Thema des homöopathischen Weltärztekongresses in Leipzig. Zur Eröffnung gaben homöopathische Ärzte in einer Pressekonferenz Einblick in die ärztliche Homöopathie und den Stand der Forschung.

Was möchten die Bürger?

Ein kurzer Einblick in aktuelle Ergebnisse der durch den Bundesverband der Pharmazeutischen Industrie e.V. beauftragten Forsa-Umfrage unterstrich den hohen Stellenwert der Homöopathie in der deutschen Bevölkerung. Die hohe Verbreitung der Homöopathie (49 Prozent), die Zufriedenheit der Befragten mit der Wirksamkeit homöopathischer Arzneimitteln (72 Prozent) und der Wunsch der Befragten nach der Kostenübernahme homöopathischer Leistungen durch die Krankenkassen (73 Prozent) zeigen, dass die Bevölkerung die Homöopathie schätzt. 65 Prozent der Befragten gaben an, dass sich die Politik mehr für die Homöopathie einsetzen sollte.

Was ist der aktuelle Stand der Forschung?

Sind solche Forderungen aus wissenschaftlicher Perspektive zu befürworten? Klaus von Ammon, Leiter der klinischen Forschung Homöopathie der Universität Bern, präsentierte den aktuellen Stand der Forschung zur Homöopathie. Er ging auf die Grundlagenforschung, Versorgungsforschung und die klinische Forschung ein. Sein Fazit: „Eine zusammenfassende Betrachtung klinischer Forschungsdaten belegt hinreichend einen therapeutischen Nutzen der homöopathischen Behandlung. Die Ergebnisse zahlreicher placebo-kontrollierter Studien sowie Experimente aus der Grundlagenforschung sprechen darüber hinaus für eine spezifische Wirkung potenzierter Arzneimittel“, so von Ammon. Er verwies darauf, dass die Mehrzahl der in der Homöopathie-Forschung durchgeführten Zusammenfassungen von Primär-Studien – sogenannte Metaanalysen – ein positives Ergebnis zur Wirksamkeit der Homöopathie aufweist.

Quelle: Dr. Klaus von Ammon, Leiter klinische Forschung Homöopathie der Universität Bern

Download: Der Forschungsreader „Der aktuelle Stand der Forschung zur Homöopathie“ 

Wie funktioniert die interdisziplinäre Zusammenarbeit von Ärzten?

Die erste Vorsitzende des Deutschen Zentralvereins homöopathischer Ärzte (DZVhÄ) und Präsidentin des LMHI-Kongresses, Cornelia Bajic, bestärkte den interdisziplinären Austausch. Vor dem Hintergrund der Zunahme chronischer Erkrankungen sowie Patienten mit Mehrfachdiagnosen sei es wichtig, eine fruchtbare Zusammenarbeit zu etablieren und aus allen Systemen das Beste zusammenzuführen.

Dass eine wissenschaftliche und therapeutische Vernetzung verschiedener Disziplinen in der Praxis funktionieren kann, zeigte Dr. Sigrid Kruse, Leiterin des Bereichs Homöopathie am Dr. von Haunerschen Kinderspital der Ludwig-Maximilians-Universität München. Homöopathische Behandlungen werden dort seit über 20 Jahren begleitend angewandt, vor allem dann, wenn die konventionelle Medizin nur unbefriedigende Ergebnisse erzielen kann. Beidseitiger Respekt, eine Nachvollziehbarkeit der Arbeitsweise und das gemeinsame Ziel, die bestmögliche Therapie für das einzelne Kind zu erarbeiten, führen in der Uniklinik zur Anerkennung der Homöopathie als hilfreiche Therapiemaßnahme.

Als Mitglied der Wissenschaftlichen Gesellschaft für Homöopathie (WissHom) und Koordinator des wissenschaftlichen Programms des Weltärztekongresses griff Curt Kösters Sigrid Kruses homöopathisch begleitete Pädiatrie auf. Er stellte weitere Fachrichtungen wie beispielsweise die Nephrologie und die Schmerztherapie vor, die in interdisziplinären Dialogforen diskutiert werden. Sie bringen die Vielseitigkeit der kommenden Kongresstage zum Ausdruck. In diesen Dialogforen wird das Kongressmotto „Networking in Medical Care“ verdeutlicht und der fachliche Austausch zwischen konventioneller und homöopathischer Medizin gefördert.

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