Studien belegen die Wirksamkeit der Homöopathie

Studien belegen die Wirksamkeit der Homöopathie

Die Wirksamkeit der Homöopathie ist seit über 200 Jahren dokumentiert. Homöopathische Arzneimittel werden von über 7.000 Ärzten in Deutschland erfolgreich eingesetzt. Die guten Therapieerfolge werden von den Patienten in zahlreichen Umfragen bestätigt. Doch warum homöopathische Arzneimittel heilen können, darüber gibt es bislang nur Theorien. Der Wirkmechanismus ist nicht geklärt. Dass Homöopathie heilt, ist jedoch – unabhängig vom genauen Wirkmechanismus – wissenschaftlich belegt.

Es ist eine von Homöopathie-Kritikern oft bemühte und dennoch falsche Tatsachenbehauptung, dass es keine qualitativ hochwertigen Studien gebe, die positive Ergebnisse zur Wirksamkeit der Homöopathie zeigen. Sowohl doppelblind-randomisierte Studien als auch Studien aus der Versorgungsforschung belegen, dass die Homöopathie über einen reinen Placebo-Effekt hinaus wirkt.

„Es liegen heute mehr als 200 randomisierte klinische Studien zur Homöopathie vor, von denen mehr als die Hälfte ein statistisch signifikantes positives Ergebnis zu Gunsten der Homöopathie aufweist“, schreiben die Autoren der Webseite www.informationen- zur-homoeopathie.de.

Viele dieser Studien hätten jedoch zu kleine Fallzahlen oder wiesen methodische Defizite auf. Unterm Strich blieben laut den Experten aber 25 Studien, die in Systematische Reviews oder in Metaanalysen zusammengeschlossen werden können.

Weitere Forschung ist nötig

Doch allein die Anzahl und die Auswahl der Studien, die in eine Metaanalyse aufgenommen werden, können das Ergebnis in eine gewünschte Richtung manipulieren.

Im Jahr 2005 wurde der Homöopathie medial der Todesstoß versetzt: Das Ende der Homöopathie titelte der angesehene britische Lancet und die deutschen Medien griffen die Schlagzeile auf. Eine Forschergruppe verglich in einer Metaanalyse zunächst 110 Studien zur Homöopathie mit 110 ähnlichen Studien zur konventionellen Medizin. Das Ergebnis war für beide Therapierichtungen positiv. Danach wurden nur noch acht homöopathische mit sechs konventionellen Studien verglichen. Das Ergebnis: Das Ende der Homöopathie. Das wissenschaftliche Vorgehen dieser Forschergruppe wurde stark kritisiert, die Schlagzeile aber war in der Welt.

Versorgungsforschung: Die Methode im Praxistest

Die Studien aus der Versorgungsforschung zeigen in der Summe ein erstaunlich einheitliches Bild: Patienten, die sich homöopathisch behandeln lassen, haben klinisch relevante Verbesserungen.

Besonders interessant aus der Perspektive der Versorgungsforschung sind vergleichende Studien, in der die ganz normale homöopathische Arztpraxis mit der konventionellen Arztpraxis als Kontrollgruppe verglichen wird. Die Therapieeffekte sind hierbei für die Homöopathie ähnlich gut wie in der konventionellen Medizin. So kann aus Sicht der Versorgungsforschung von einem Nutzen der Homöopathie für Patienten und Gesundheitssystem ausgegangen werden.

Zu diesem Schluss kommt auch das Health Technology Assessment, das im Rahmen des Schweizer Programms Evaluation der Komplementärmedizin (PEK) durchgeführt wurde: „Zusammenfassend lässt sich feststellen, dass es ausreichend Belege für eine präklinische Wirkung und klinische Wirksamkeit (Evidenzgrad I und II) gibt, und dass sie absolut und insbesondere im Vergleich zu konventionellen Therapien eine sichere und kostengünstige Intervention darstellt. Die Akzeptanz in der Bevölkerung ist hoch.”

Update: Studienübersicht – ein Reader zur Homöopathie-Forschung

Der aktuelle Stand der Forschung zur Homöopathie Stand 2016 WissHomWissenschaft ist nicht nur das Anwenden von Regeln sondern auch ein sozialer Prozess, der viele Wahrheiten hervorbringt. Um Ihnen einen Überblick zur Homöopathie-Forschung zu geben, hat die Wissenschaftliche Gesellschaft für Homöopathie (WissHom) eine Studienübersicht zusammengestellt. Als PDF-Datei mit sämtlichen Originalquellen. Download Reader zur Homöopathieforschung

 

 

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