Homöopathie: 5 Arzneimittel gegen Sonnenbrand und Sonnenstich

Homöopathie: 5 Arzneimittel gegen Sonnenbrand und Sonnenstich

Beim Sonnenbrand entsteht auf der Haut Rötung (Grad 1), Blasenbildung (Grad 2) und Abschälung, was sehr schmerzhaft sein kann. Der Sonnenstich ist dagegen ein Hitzeschaden an Kopf und Kreislauf. Symptome sind starke Kopfschmerzen, Schwindel, Erbrechen, Zittern und Schwäche bis hin zur Ohnmacht.

Allgemeine Maßnahmen bei Sonnenbrand und Sonnenstich

Vorbeugung ist die wichtigste Maßnahme. Wenn es doch zur Erkrankung kommt, helfen bei Sonnenbrand kühlende und fettende Hautmittel. Bei einem Sonnenstich helfen Liegen im Schatten mit angehobenem Kopf, warme oder heiße Getränke zum Anregen der Schweißproduktion und sanfte äußere Abkühlung. Wenn beim Sonnenbrand größere Flächen betroffen sind oder die Haut eitert, und wenn beim Sonnenstich eine Ohnmacht auftritt oder Kopfschmerzen länger als eine Stunde anhalten, muss ein Arzt gerufen werden.

Homöopathische Arzneien für die Selbstbehandlung

Belladonna – Tollkirsche

Die Tollkirsche ist sowohl gegen Sonnenbrand als auch gegen einen Sonnenstich wirksam. Nach dem Sonnenbad hat der Betroffene plötzlich einen roten, heißen Kopf und hämmernde Kopfschmerzen, die sich bei leichter Erschütterung verschlimmern. Die Pupillen sind weit und die Augen glasig. Treten diese Sonnenstich-Symptome auf, ist Belladonna das passende Mittel. Ebenso bei einem Sonnenbrand (1. Grad) mit starker Rötung der Haut. Bereits leichter Hautkontakt löst starke Schmerzen aus und der Erkrankte hat Fieber. Zum Arzneimittelbild von Belladonna – Tollkirsche

Cantharis – Spanische Fliege

Cantharis ist bei einem fortgeschrittenen Sonnenbrand (2. Grad) angebracht. Die Haut reagiert auf die Verbrennung bereits mit Blasenbildung und brennt stark, kaltes Wasser schafft keine Erleichterung. Der Betroffene ist unruhig und gereizt. Cantharis ist auch bei anderen Verbrennungen und Verbrühungen ein geeignetes Mittel. Zum Arzneimittelbild von Cantharis – Spanische Fliege

Causticum – Ätzstoff

Dieses Mittel ist bei einem Sonnenbrand zweiten Grades mit Blasen, die sehr schwer oder gar nicht abheilen, wirksam. Die schmerzenden Blasen bleiben über längere Zeit bestehen und fast verheilte Wunden brechen wieder auf. Hier bringt Causticum Entlastung. Zum Arzneimittelbild von Causticum – Ätzstoff

Aconitum – Blauer Eisenhut

Der Sonnenstich beginnt heftig und „mit einem Schlag“, die Haut ist trocken und mit dem Sonnenstich kommen große Unruhe und Angst auf. Das Gesicht ist rot und wird beim Aufrichten blass. In diesem Fall ist Aconitum angebracht. Zum Arzneimittelbild von Aconitum – Blauer Eisenhut

Veratrum album – Weiße Nieswurz

Veratrum album ist nötig, wenn ein Sonnenstich von Übelkeit, Erbrechen und kaltem Schweiß auf der Stirn begleitet wird. Die Nasenspitze ist eiskalt, Unruhe macht Stillsitzen oder Liegen unmöglich. Der Betroffene leidet unter großer Schwäche. Zum Arzneimittelbild von Veratrum album – Weiße Nieswurz

Wie sollten homöopathische Arzneien (Globuli) eingenommen werden?

Der Deutsche Zentralverein homöopathischer Ärzte (DZVhÄ) empfiehlt bei der Selbstbehandlung für alle homöopathischen Medikamente die Potenz C12. 2-3 Globuli sind eine Gabe. Bei Bedarf kann man die Gabe bis zu viermal am Tag wiederholen. Die Wirkung jeder Gabe muss abgewartet werden. Die Globuli im Mund zergehen lassen. 15 Minuten vor und 15 Minuten nach der Gabe möglichst nichts essen und trinken. Homöopathische Arzneimittel gibt es nur in Apotheken.

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