• Aconitum napellus – Blauer Eisenhut

Aconitum napellus – Blauer Eisenhut

Foto:
R. Eckstein/pixelio.de, Fa. Gudjons

Aconitum napellus, der blaue Eisenhut oder Sturmhut, gehört zur Familie der Hahnenfußgewächse und ist eine der giftigsten Pflanzen Mitteleuropas. Schon wenige Gramm können zum Tod führen. Die Blüten besitzen ein helmartiges Kelchblatt und geben der Pflanze ihren Namen. Zur Arzneimittelherstellung wird die frische, zur Zeit der Blüte gesammelte Pflanze mit Wurzelknolle verwendet. Zum Arzneimittelbild von Aconitum – Blauer Eisenhut

 

• Antimonium tartaricum – Brechweinstein

Brechweinstein, ein Salz der Weinsäure. Die Substanz ist giftig mit schädigender Wirkung auf den Kreislauf. Das Mittel wird auch Tartarus stibiatus genannt und ist unter diesem Namen im Handel. Zum Arzneimittelbild von Antimonium tartaricum – Brechweinstein

 

• Apis mellifica – Honigbiene

Apis mellifica - Honigbiene

Foto: Maja Dumat / pixelio.de

Die Arznei wird aus ganzen Honigbienen hergestellt. Die fleißige Aktivität des Tieres findet ihre Entsprechung im Arzneimittelbild in Form einer nervösen Ruhelosigkeit („wepsig“).  Zum Arzneimittelbild von Apis mellifica – Honigbiene

 

• Argentum nitricum – Silbernitrat

Silbernitrat bildet als Lösungsprodukt von Silber in Salpetersäure farblose Kristalle; in Stangenform ist es auch als Höllenstein zum Ätzen bekannt. Silbernitrat kann zu lang anhaltenden Vergiftungen führen mit Symptomen wie Speichelfluss, Magenschleimhautentzündung, Eiweißausscheidung im Urin, Ohrensausen, Benommenheit und Gedächtnisschwäche. Zum Arzneimittelbild von Argentum nitricum – Silbernitrat

 

• Arnica – Bergwohlverleih

Arnica montana – Bergwohlverleih

Foto: Fa. Gudjons

Arnica montana, der Bergwohlverleih, gehört zur Familie der Korbblütler und wächst vor allem in den Alpen, im Erzgebirge und im Bayerischen Wald. Zur Herstellung des Arzneimittels wird der getrocknete Wurzelstock verwendet. Zum Arzneimittelbild von Arnica – Bergwohlverleih

 

• Arsenicum album – Weißes Arsenik

Arsenicum album oder weißes Arsenik, chemisch As2O3 (arsenige Säure), ist als klassisches Gift bekannt. Die „Arsenikesser“ nehmen es aber zur Stärkung des Organismus regelmäßig in niedrigen Dosen zu sich. Es ist chemisch sehr eng mit dem Phosphor verwandt, was sich auch in Ähnlichkeiten im Arzneimittelbild zeigt. Zum Arzneimittelbild von Arsenicum album – Weißes Arsenik

 

• Belladonna – Tollkirsche

Belladonna – Tollkirsche

Foto: Julietta Hoffmann / pixelio.de

Atropa belladonna, die Tollkirsche, gehört zu den Nachtschattengewächsen und wächst weit verbreitet auf Waldlichtungen und an Waldrändern. Sie ist eine Giftpflanze und verursacht Euphorie, rauschartige Zustände und Halluzinationen, was ihr Namen wie „Hexenbeere“ oder „Schlafapfel“ beschert hat. Zum Arzneimittelbild von Belladonna – Tollkirsche

 

• Bellis perennis – Gänseblümchen

Bellis perennis – Gänseblümchen

Foto: Kai Niemeyer / pixelio.de

Das Gänseblümchen, Maßliebchen oder Tausendschön – englisch Daisy, Tag-Auge – heißt auch Wundwurz, was auf seine volksmedizinische Anwendung hinweist. Es wächst in ganz Europa als Wiesenblume und dreht seine Blüte den ganzen Tag zur Sonne. Zum Arzneimittelbild von Bellis perennis – Gänseblümchen

 

• Borax – Natriumtetraborat

Natriumtetraborat kommt in der Natur im Sediment versiegter Meere vor, zum Beispiel in Tibet, in der Mongolei, in Kalifornien. Die transparenten Kristalle blühen an trockener Luft zu weißem Pulver aus. Zum Arzneimittelbild von Borax – Natriumtetraborat

 

• Bryonia – Weiße Zaunrübe

Bryonia alba - weiße Zaunrübe

Foto: Sammlung Dr. Frevert

Die weiße Zaunrübe ist eine Kletterpflanze mit großer, wasserspeichernder Wurzel. Sie gehört zu den Kürbisgewächsen. Die Signatur der Pflanze hilft uns, einige wesentliche Aspekte des Arzneimittelbildes zu erinnern: Zum Klettern braucht die Pflanze materiellen Halt; die Wurzel verlangt nach viel Wasser (Durst), das sie aber unterirdisch speichert (Sparsamkeit bis zum Geiz). Zum Arzneimittelbild von Bryonia – Weiße Zaunrübe

 

• Calcium carbonicum – Austernschalenkalk

Calcium carbonicum - innere, schneeweiße der Austernschale

Foto: wrw / pixelio.de

Die Arznei wird aus den inneren, schneeweißen Teilen der zerbrochenen Austernschale hergestellt. Im Gegensatz zu Hahnemanns ursprünglicher Annahme handelt es sich nicht um reinen Kalk, sondern um ein Gemisch, dem unter anderem auch zum Beispiel Mangan angehört. Zum Arzneimittelbild von Calcium carbonicum – Austernschalenkalk

 

• Calcium phosphoricum – Calciumphosphat

Der phosphorsaure Kalk stellt den mit Abstand größten Teil des Calciumbestandes unseres Skelettsystems dar. Zur Herstellung der homöopathischen Arznei muss die Verbindung aus Calcium und Phosphorsäure chemisch synthetisiert werden. Zum Arzneimittelbild von Calcium phosphoricum – Calciumphosphat

 

• Calendula – Ringelblume

Calendula - Ringelblume

Foto: Pegas / pixelio.de

Die Ringelblume, Studentenblume oder Goldblume ist ein Korbblütler wie Arnica und Bellis perennis und ebenso ein wichtiges Verletzungsmittel in der Volksmedizin wie der Homöopathie. Die einjährige Blume fällt auf durch ihre Größe, die filzig behaarten Stängel und die leuchtend gelben oder orangeroten Blüten. Zum Arzneimittelbild von Calendula – Ringelblume

 

• Camphora – Kampfer

Camphora – Kampfer

Foto: Sammlung U. Schober

Camphora wird aus dem zerkleinerten Holz eines vor allem in Ostindien und Japan beheimateten Baumes durch Wasserdampfdestillation gewonnen. Achtung! Kampfer ist in seiner reinen Form in der Lage, die Wirkung nahezu aller homöopathischen Arzneien vollständig aufzuheben! Zum Arzneimittelbild von Camphora – Kampfer

 

• Cantharis – Spanische Fliege

Cantharis – Spanische Fliege

Foto: Frank Hollenbach / pixelio.de

Cantharis bzw. Lytta vesicatoria, die spanische Fliege, gehört zur Familie der Ölkäfer und lebt vorzugsweise in Südeuropa und im afrikanischen Mittelmeergebiet. Der Käfer sondert bei Bedrohung ein giftiges, stark hautreizendes Sekret ab, welches Cantharidin enthält. Zum Arzneimittelbild von Cantharis – Spanische Fliege

 

• Carbo vegetabilis – Holzkohle

Carbo vegetabilis wird aus verkohltem Buchen- oder Birkenholz hergestellt. Zum Arzneimittelbild von Carbo vegetabilis – Holzkohle

 

• Causticum – Ätzstoff

Hahnemann hat die etwas komplizierte Herstellung dieses „Ätzstoffes“ sehr genau beschrieben, es wird angenommen, dass er die Elemente Calcium und Kalium miteinander verbinden wollte, das Endergebnis wird und wurde immer wieder belächelt. Zum Arzneimittelbild von Causticum – Ätzstoff

 

• Chamomilla – Kamille

Chamomilla - Kamille

Foto: Luise / pixelio.de

Die Kamille, Matricaria chamomilla, ist die wohl bekannteste Heilpflanze Deutschlands und heißt sogar in England German Chamomile. Sie gehört wie Arnica, Calendula, Echinacea und viele andere Heilpflanzen für Entzündungen und Verletzungen zu den Korbblütlern. Zum Arzneimittelbild von Chamomilla – Kamille

 

• China – Roter Chinarindenbaum

China – Roter Chinarindenbaum

Foto: Fa. Gudjons

China wird aus der getrockneten Zweigrinde des Chinarindenbaumes hergestellt. Die Arznei heißt auch Cinchona succirubra und ist bekannt als das Mittel, mit dem Samuel Hahnemann seinen berühmten Chinarinden-Selbstversuch gemacht und dabei auf das Prinzip der Ähnlichkeit von Krankheitssymptomen einerseits und Wirkeffekten des Mittels beim gesunden Patienten andererseits stieß. Zum Arzneimittelbild von China – Roter Chinarindenbaum

 

• Cocculus – Kockelskörner

Cocculus – Kockelskörner

Foto: Fa. Gudjons

Cocculus indicus oder Anamirta cocculus ist ein asiatischer Baum, dessen Früchte, die Kockelskörner, eine betäubende und lähmende Wirkung haben. Sie werden beim Fischfang eingesetzt, weil sie – ins Wasser geworfen – die Fische lähmen, so dass sie mit der Hand herausgeholt werden können. Zum Arzneimittelbild von Cocculus – Kockelskörner

 

• Colocynthis – Koloquinte

Colocynthis – Koloquinte

Foto: Fa. Gudjons

Citrullus colocynthis, die Koloquinte, gehört zur Familie der Kürbisgewächse und wächst in den Wüstengebieten Afrikas, in Indien und im Mittelmeerraum. Ihr nächster botanischer Verwandter ist Bryonia, die Zaunrübe, mit der sie viele Ähnlichkeiten im Arzneimittelbild hat. Zum Arzneimittelbild von Colocynthis – Koloquinte

 

• Drosera – Sonnentau

Drosera – Sonnentau

Foto: Erika Hartmann / pixelio.de

Der Sonnentau ist eine „fleischfressende“ Pflanze, die hauptsächlich in Moorgebieten wächst. Ihren Namen hat sie, weil auf ihren Blättern „Tautropfen“ entstehen, die auch unter Sonneneinstrahlung nicht „abtrocknen“, weil es sich nicht um tatsächlichen Tau handelt, sondern um ein zähes Sekret, an dem Insekten hängen bleiben. Zum Arzneimittelbild von Drosera – Sonnentau

 

• Dulcamara – Bittersüß

Dulcamara – Bittersüß

Foto: Fa. Gudjons, Sammlung Dr. Frevert

Solanum dulcamara, Bittersüß, ist ein Nachtschattengewächs. Eigentlich müsste es Süßbitter (dulcis-amara) heißen, nach dem Geschmack seiner Beeren. Es ist ein Strauch von 1-2m Höhe, der an Ufern von Bächen und Flüssen im Schatten wächst. Zum Arzneimittelbild von Dulcamara – Bittersüß

 

• Eupatorium perfoliatum – Wasserhanf

Eupatorium perfoliatum – Wasserhanf

Foto: Sammlung Dr. Frevert

Auch der Wasserhanf ist ein Korbblütler und botanisch mit anderen wichtigen homöopathischen Heilpflanzen wie Echinacea, Arnica, Calendula und Chamomilla verwandt. Die kleinen weißen Blüten sind allerdings kleiner und stehen doldenähnlich an verzweigten Stängeln. Zum Arzneimittelbild von Eupatorium perfoliatum – Wasserhanf

 

• Euphrasia – Augentrost

Euphrasia – Augentrost

Foto: Astrid Kettling / pixelio.de

Euphrasia officinalis, der Augentrost, wird in der Volksmedizin bei den unterschiedlichsten Augenleiden verwendet. Der griechische Name „Euphrasia“ bedeutet Freude, Frohsinn. Zum Arzneimittelbild von Euphrasia – Augentrost

 

• Ferrum phosphoricum – Eisenphosphat

Ferrum phosphoricum ist als Schüssler-Salz bekannt und in der klassischen Homöopathie eine wertvolle Arznei, deren Arzneimittelbild weniger aus Arzneimittelprüfungen, sondern vielmehr aus der therapeutischen Erfahrung im homöopathisch-klinischen Alltag resultiert. Zum Arzneimittelbild von Ferrum phosphoricum – Eisenphosphat

 

• Gelsemium – Wilder Jasmin

Gelsemium – Wilder Jasmin

Foto: Gisela Peter / pixelio.de

Der wilde oder gelbe Jasmin, Gelsemium sempervirens, ist ein Brechnussgewächs aus dem östlichen Mittelamerika, von den Südstaaten der USA bis nach Guatemala. Botanisch ist es der Brechnuss (Nux vomica) und der Ignazbohne (Ignatia) verwandt. Verwendet wird der frische Wurzelstock. Zum Arzneimittelbild von Gelsemium – Wilder Jasmin

 

• Hepar sulfuris – Kalk-Schwefelleber

Hepar sulfuris – Kalk-Schwefelleber

Foto: Fa. Gudjons

Hepar sulfuris calcarea, die Kalk-Schwefelleber, ist ein Gemisch aus gleichen Teilen Austernschalenkalk (Calcium carbonicum) und Schwefelblumen (Sulfur), die durch Einwirkung großer Hitze miteinander verschmelzen und dabei eine weiche Masse (von leberartiger Konsistenz) ergeben. Zum Arzneimittelbild von Hepar sulfuris – Kalk-Schwefelleber

 

• Hypericum perforatum – Johanniskraut

Hypericum perforatum – Johanniskraut

Foto: Joujou / pixelio.de

Hypericum perforatum, das Johanniskraut, gehört zu den Johanniskrautgewächsen und kommt mit Ausnahme des hohen Nordens in ganz Europa und im westasiatischen Raum vor. Es ist eine uralte Heil- und Zauberpflanze. Zum Arzneimittelbild von Hypericum perforatum – Johanniskraut

 

• Ignatia – Ignazbohne

Ignatia – Ignazbohne

Foto: Fa. Gudjons

Die Ignazbohne gehört wie Gelsemium und Nux vomica botanisch zu den Loganiazeen. Die getrockneten Samen werden zur Tinktur verarbeitet. Ein wesentlicher Inhaltsstoff ist das Krampfgift Strychnin; hiervon lässt sich ein Teil der Wirkung auch der homöopathisch zubereiteten Arznei ableiten. Zum Arzneimittelbild von Ignatia – Ignazbohne

 

• Ipecacuanha – Brechwurzel

Ipecacuanha – Brechwurzel

Foto: Fa. Gudjons

Die Brechwurzel gehört wie der Chinarindenbaum zu den Rubiazeen, den Rötegewächsen. Sie ist eine kleine immergrüne Staude, die im Unterholz der Regenwälder von Brasilien, Kolumbien, Indien und Malaysia wächst. Zum Arzneimittelbild von Ipecacuanha – Brechwurzel

 

• Kalium bichromicum – Kaliumbichromat

Kaliumbichromat, ist ein Salz, das orangefarbene Kristalle bildet. In der Industrie wird es als Farbstoff oder chemisches Reagens verwendet. Zum Arzneimittelbild von Kalium bichromicum – Kaliumbichromat

 

• Lac caninum – Hundemilch

Die Hundemilch wurde bereits im letzten Jahrhundert von einigen der herausragenden amerikanischen Homöo-pathen als homöopathische Arznei geprüft. Zum Arzneimittelbild von Lac caninum – Hundemilch

 

• Lachesis – Gift der Buschmeisterschlange

Lachesis – Gift der Buschmeisterschlange

Foto: Sammlung U. Schober

Lachesis wird aus dem Gift der in Mittel- und Südamerika heimischen Buschmeister-Schlange hergestellt. Der Biss dieser Schlange ist tödlich. Das Gift führt zur Zersetzung des Blutes und zur Blutgerinnung innerhalb der Blutgefäße (Thrombose), aber auch zur vermehrten Blutung. Zum Arzneimittelbild von Lachesis – Gift der Buschmeisterschlange

 

• Ledum – Sumpfporst

Ledum – Sumpfporst

Foto: Sammlung U. Schober

Ledum palustre, der Sumpfporst oder wilde Rosmarin, gehört zur Familie der Heidekrautgewächse und wächst in den Hochmooren Nord- und Osteuropas, Nordasiens und Nordamerikas. Die Zweige strömen beim Reiben einen starken, kampferartigen Geruch aus. Die Pflanze wurde früher zum Würzen des Bieres und als Mottenmittel verwendet. Zum Arzneimittelbild von Ledum – Sumpfporst

 

• Lycopodium – Keulenbärlapp

Lycopodium – Keulenbärlapp

Foto: Fa. Gudjons

Lycopodium clavatum, der Keulen- oder Kolbenbärlapp, gehört zur Familie der Bärlappgewächse und wächst in Wäldern auf allen 5 Kontinenten der Erde. Er ist eine ca. 350-400 Millionen Jahre alte Pflanze, die damals Baumgröße besaß, heute aber mit ihren 10-20 cm langen Ästchen nur noch knapp über dem Erdboden wächst. Zum Arzneimittelbild von Lycopodium – Keulenbärlapp

 

• Mercurius solubilis – Quecksilber

Mercurius solubilis – Quecksilber

Foto: Fa. Gudjons

Ein Schwermetall, das einzige bei Zimmertemperatur flüssige Metall; früher in der Medizin innerlich und äußerlich gegen die Syphilis eingesetzt, mit der Folge schwerer Vergiftungen, heute noch manchmal in Zahnfüllungen (Amalgam) oder zur Desinfektion gebraucht, auch als Saatbeizmittel oder Konservierungsstoff verwendet. Zum Arzneimittelbild von Mercurius solubilis – Quecksilber

 

• Natrium muriaticum – Steinsalz oder Kochsalz

Natrium muriaticum – Steinsalz oder Kochsalz

Foto: Sven Huxal / pixelio.de

Die Ausgangssubstanz ist „harmlos“ und allgemein bekannt, die homöopathische Arznei aber ist eines der größten und sehr tief wirkenden homöopathischen Mittel: das Kochsalz. Zum Arzneimittelbild von Natrium muriaticum – Steinsalz oder Kochsalz

 

• Nux vomica – Brechnuss

Nux vomica – Brechnuss

Foto: Fa. Gudjons

Strychnos nux vomica, die Brechnuss oder das Krähenauge, gehört zur Familie der Brechnussgewächse und ist in Westafrika, Südostasien und Nordaustralien beheimatet. Zur Herstellung des Arzneimittels werden die getrockneten Samen verwendet. Diese enthalten das Nervengift Strychnin, bereits 200 mg davon können eine Atemlähmung hervorrufen und zum Tod führen. Zum Arzneimittelbild von Nux vomica – Brechnuss

 

• Opium – Schlafmohn

Opium – Schlafmohn

Foto: Constantin Bähre / pixelio.de

Der Schlafmohn, Papaver somniferum, wächst vor allem in Kleinasien (Türkei, Irak, Afghanistan) und wird als Rauschmittel und zur Herstellung von Arzneimitteln (Morphium, Codein) verwendet. Der Saft wird aus den unreifen Fruchtkapseln gewonnen und getrocknet. Zum Arzneimittelbild von Opium – Schlafmohn

 

• Petroleum – Steinöl

Petroleum – Steinöl

Foto: Fa. Gudjons

Das Steinöl oder Erdöl war schon vor 200 Jahren auch in medizinischer Verwendung, u.a. bei Hautkrankheiten. Empfindliche Personen können vom Umgang mit Ölprodukten schwere Ekzeme mit Rissen der Haut bekommen. Zum Arzneimittelbild von Petroleum – Steinöl

 

• Phosphorus – Phosphor

Phosphorus - Phosphor

Foto: Fa. Gudjons

Phosphor, der „Lichtträger“, ist ein chemisches Element. In der Natur kommt er nicht in reiner sondern nur in gebundener Form vor, das heißt als Verbindung der Phosphorsäure mit verschiedenen Mineralien als Mineralphosphat in der Erdkruste und in Form von organischen und anorganischen Phosphorverbindungen in der Pflanzen- und Tierwelt. Zum Arzneimittelbild von Phosphorus – Phosphor

 

• Phytolacca – Kermesbeere

Phytolacca – Kermesbeere

Foto: Fa. Gudjons

Verwendung zur Herstellung der homöopathischen Arznei findet die Tinktur aus der im Herbst geernteten Wurzel der Kermesbeere; das Kraut der Pflanze gilt als giftig und kann heftige Reizungen der Schleimhäute hervorrufen. Zum Arzneimittelbild von Phytolacca – Kermesbeere

 

• Podophyllum – Fußblatt

Podophyllum – Fußblatt

Foto: Fa. Gudjons

Podophyllum (peltatum), wörtlich: das Fußblatt, der Maiapfel oder Entenfuß (amerikanisch: Wild Lemon), ist ein Sauerdorngewächs aus Nordamerika, das schon in der indianischen Volksmedizin als Mittel gegen Würmer und Taubheit angewendet wurde. Zum Arzneimittelbild von Podophyllum – Fußblatt

 

• Pulsatilla – Wiesenküchenschelle

Pulsatilla – Wiesenküchenschelle

Foto: Rosel Eckstein / pixelio.de

Pulsatilla pratensis, die Wiesenküchenschelle, gehört zur Familie der Hahnenfußgewächse und wächst in Europa. Der Pflanzenname hat nichts mit der Küche zu tun: Die Form der halb geschlossenen Blüte ähnelt einem Glöckchen oder auch einer Kuhschelle. Pulsatilla leitet sich vom lateinischen Wort pulsare, schlagen bzw. läuten, ab und bringt zum Ausdruck, dass die nickenden Blüten vom Wind hin- und hergeschlagen werden. Zum Arzneimittelbild von Pulsatilla – Wiesenküchenschelle

 

• Rhus toxicodendron – Giftsumach

Rhus toxicodendron – Giftsumach

Foto: Fa. Gudjons

Der „Giftsumach“ ist ein überwiegend in Nordamerika heimischer Strauch, dessen Blätter aufgrund ihres Giftes bereits bei geringer Berührung eine starke Hautreizung verursachen. Zur Herstellung der homöopathischen Arznei werden die frischen Blätter verwendet. Zum Arzneimittelbild von Rhus toxicodendron – Giftsumach

 

• Ranunculus bulbosus – Presssaft des knolligen Hahnenfuss

Ranunculus bulbosus - Presssaft des knolligen Hahnenfuss

Foto: Sammlung Dr. Frevert

Verwendung findet der Presssaft des frischen, blühenden „knolligen Hahnenfuß“, eine uns allen gut bekannte Wiesenblume. Zum Arzneimittelbild von Ranunculus bulbosus

 

 

• Rumex – Krauser Ampfer

Rumex – Krauser Ampfer

Foto: Fa. Gudjons

Rumex crispus, der „Krause Ampfer“ ist ein botanischer Verwandter unseres „Sauerampfers“. Zur Herstellung der homöopathischen Arznei wird der frische Wurzelstock verwendet. Zum Arzneimittelbild von Rumex – Krauser Ampfer

 

• Ruta graveolens – Gartenraute

Ruta graveolens - Gartenraute

Foto: Fa. Gudjons / Sammlung Dr. Frevert

Die Gartenraute oder Weinraute ist eine Strauchpflanze aus Südwesteuropa und Nordafrika. Sie hat kleine Blätter und kleine, gelbe Blüten mit vier Blütenblättern. Zum Arzneimittelbild von Ruta graveolens – Gartenraute

 

• Sarsaparilla – Steckweide

Sarsaparilla - Steckweide

Foto: Fa. Gudjons / Sammlung U. Schober

Die Steckweide oder Stechwinde wächst in Südamerika und in der Karibik. Sie gehört zu den Liliengewächsen, hat meterlange Wurzeln, mit denen sie sich auch an Felsvorsprüngen festklammert und hat sehr große herzförmige Blätter. Zum Arzneimittelbild von Sarsaparilla – Steckweide

 

• Sambucus nigra – Holunder

Sambucus nigra - Holunder

Foto: Waldili / pixelio.de

Als Ausgangsstoff für die Herstellung der homöopathischen Arznei wird eine Tinktur aus gleichen Teilen frischer Blüten und Blätter verwendet. Die schweißtreibende Wirkung des Holunder ist aus der Volksmedizin bestens bekannt. Zum Arzneimittelbild von Sambucus nigra – Holunder

 

 

• Sepia – Tinte des Tintenfischs

Sepia - Tinte des Tintenfischs

Foto: Günther Dotzler / pixelio.de

Sepia wir aus der Tinte des Tintenfisches hergestellt. Bereits Hahnemann hat diese Substanz einer homöopathischen Arzneimittelprüfung unterzogen, nachdem ihm der Verdacht gekommen war, dass die von ihm beobachteten Krankheitssymptome eines Kunstmalers womöglich durch dessen regelmäßiges Pinselablecken bedingt sein könnten. Zum Arzneimittelbild von Sepia – Tinte des Tintenfischs

 

• Silicea – Kieselsäure

Silicea - Kieselsäure

Foto: Fa. Gudjons

Silicea terra, die Kieselsäure, ist ein Hauptbestandteil der Erdkruste und des Meeressandes. Im Pflanzenreich ist Silicea für die Stabilität und Elastizität von Halmen und Stängeln verantwortlich. Zum Arzneimittelbild von Silicea – Kieselsäure

 

 

• Spongia – Meerschwamm

Spongia – Meerschwamm

Foto: Fa. Gudjons

Der Meerschwamm, Euspongia officinialis, ist ein unbewegliches, festsitzendes Hohltier mit einem netzförmigen Skelett aus Kieselsubstanz. Es lebt im östlichen Mittelmeer und in der Adria. Zum Arzneimittelbild von Spongia – Meerschwamm

 

• Staphisagria – Stephanskraut

Staphisagria – Stephanskörner

Foto: U. Schober

Staphisagria wird gewonnen aus einer in Südeuropa heimischen Ranunculazee, die dem Rittersporn botanisch verwandt ist; sie heißt auch „Stephanskörner“ oder „Läusepfeffer“. Zum Arzneimittelbild von Staphisagria – Stephanskraut

 

• Sulfur – Schwefel

Sulfur – Schwefel

Foto: Fa. Gudjons

Sulfur, der Schwefel, ist ein chemisches Element. Er findet sich in der mittleren Erdschale in etwa 1000-3000 km Tiefe und gelangt durch Vulkanausbrüche an die Erdoberfläche. Zum Arzneimittelbild von Sulfur – Schwefel

 

 

• Tabacum – Tabak

Tabacum - Tabak

Foto: Rainer Sturm / pixelio.de

Tabacum (nicotiana) gehört wie die Tollkirsche und Dulcamara zu den Nachtschattengewächsen. Zur Zubereitung der homöopathischen Arznei werden die getrockneten Blätter der Tabakpflanze verwendet; Hauptinhaltsstoff ist das Nikotin. Zum Arzneimittelbild von Tabacum – Tabak

 

• Thuja – Lebensbaum

Thuja – Lebensbaum

Foto: Sammlung Dr. Frevert

Zur Herstellung der Arznei werden die frischen, zu Beginn der Blüte gesammelten Zweige mit den Blättern verwendet. Der Gehalt an ätherischen Ölen ist im Frühjahr am höchsten. Zum Arzneimittelbild von Thuja – Lebensbaum

 

 

• Veratrum album – Weiße Nieswurz

Veratrum album – Nieswurz

Foto: Sammlung Dr. Frevert

Die weiße Nieswurz oder der weiße Germer ist eine giftige Lilien-Pflanze der Alpenwiesen, mit großen, eiförmigen, längs gerippten Blättern und kleinen weißen Blüten. Sie verursacht starke Auftreibung der Därme („Germ“ kommt von „gären“) und kann bei jungen Kälbern zum Tod führen. Zum Arzneimittelbild von Veratrum album – Weiße Nieswurz